Pannon Observatorium mit neuen Ausstellungsstücken

Das Pannon Observatorium in Bakonybél freut sich mit einer neuen Ausstellung u.a. über die neusten Ergebnisse der Mond- und Marsforschung auf seine großen und kleinen Besucher. Bei der Vernissage Anfang August 2018 wies Krisztián Sámeczky, Geschäftsführer des Pannon Observatoriums, darauf hin, dass sich die Ausstellung mit den endlosen Möglichkeiten des Universums auseinandersetzt und fügte hinzu, dass die Besucher eine Galerie der Projekte und neuen Herausforderungen, angefangen von der Mondforschung in den 60-ern bis hin zur geplanten Marslandung im Jahre 2030, erwartet – schreibt die Nachrichtenagentur MTI.



Sámeczky verwies auf die größte Hürde in den kommenden Marsexpeditionen: die etwa 50 Millionen Kilometer Distanz zwischen der Erde und dem Mars. Man müsste für so eine Reise fast 220 Tage im Weltall verbringen und zusätzlich mit der auf dem roten Planeten vorherrschenden kosmischen Strahlung zurechtkommen.

Ein interessantes Highlight der Ausstellung ist ein Meteoritensplitter vom Mars, sowie eine spezielle Waage, die das Körpergewicht auf dem Mond und dem Mars misst, welches dort ein Bruchteil unseres Gewichts ist. Auch die Geschichte der 1960 gestarteten Mondforschung wird ansehnlich dargestellt. Leider mussten die Wissenschaftler ihre Arbeit 1972 auf Grund von fehlenden finanziellen Ressourcen aufgeben.

András Rácz, Staatssekretär im Agrarministerium, betonte, dass heutzutage der Sternenhimmel durch die ständig wachsende Lichtverschmutzung kaum noch richtig erkennbar ist und daher ein Observatorium wie das „Pannon Csillagda“ enorm wichtig für Astronomiefans sei. Das Observatorium in Bakonybél ist selbst in Europa ein einzigartiges Institut. Es wurde 2012 eröffnet und hatte seitdem über 200.000 Besucher.

Die Einrichtung leistet einen bedeutenden Beitrag zu Ungarns Ökotourismus, der in den letzten 10 Jahren seine Besucherzahl um 80% steigern konnte. Die Regierung unterstützt diesen Tourismuszweig jährlich mit 8 Milliarden Forint. In den Naturschutz werden sogar jährlich 60 Milliarden Forint investiert.

Weitere Informationen unter csillagda.net

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