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Ungarn: Kriminelle Bande ausgehoben

Budapest – Ein Schlag gegen die organisierte Kriminalität ist dem Nationalen Ermittlungsbüro Ungarns gelungen. Es ermittelte zehn Verdächtige, von denen neun in Untersuchungshaft genommen wurden, teilte die Behörde am Mittwoch mit.

Vier von ihnen sollen am 8. April dieses Jahres das im Bau befindliche Wohnhaus des Parlamentsabgeordneten und Bürgermeisters von Esztergom und dessen Dienstwagen in Brand gesteckt haben. Die restlichen gelten als Tatbeteiligte, stellte die Behörde in ihrem abschließenden Bericht fest, in dem sie die Anklage-Erhebung vorschlägt. Sie begründet dies mit dem Verdacht auf eine gemeingefährliche Straftat in einer kriminellen Vereinigung.

Im Laufe des Verfahrens seien im Zusammenhang mit dem Kreis der Verdächtigen mehrere schwere, serienmäßige Straftaten ans Licht gekommen, darunter Erpressung, Betrug, Missbrauch von Schusswaffen oder Munition sowie Missbrauch von Drogen. Entsprechende Strafverfahren liefen bereits, hieß es weiter.