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Mafia-Museum mitten in Budapest

Nur 300 Meter vom ungarischen Parlamentsgebäude entfernt hat sich seit Montag die „Mafia“ eingenistet. Die nach süditalienischem Muster gestaltete Dauerausstellung im Mafia-Museum will vor allem die Jugend ansprechen. Wachsfiguren stellen unter anderem Kriminelle dar, die Drogen konsumieren, im Kasino spielen oder um sich schießen.
„Das Mafia-Museum wollen wir keineswegs dem Gedenken an die Mafia widmen“, sagte der Pressechef des ungarischen Polizeipräsidiums, László Garamvölgyi bei der Eröffnung. Die Ausstellung solle dagegen insbesondere junge Menschen auf die Gefahren des Drogenmissbrauchs aufmerksam machen. Die Vorsitzende der ungarischen Polizeigewerkschaft, Ildikó Kincses, fügte hinzu, dass Drogenkonsum die organisierte Kriminalität unterstützt.

Das Museum im Untergeschoss eines Wohnhauses im Zentrum der Hauptstadt gibt eine eigene Interpretation von der Existenz in der Unterwelt. Unter anderem wird eine Szene gezeigt, in der Polizisten gegen einen Kriminellen vorgehen, der gerade mit einem Säckchen weißen Pulvers aus einem Auto steigt.