Technikspenden aus Bad Vilbel an die Feuerwehr in Sarkad

Übergabe eines Feuerwehrfahrzeuges Audi A6 an die Stadt Sarkad

Am 13. Oktober 2018 wurde vom Ehrenstadtbrandinspektor, Gerhard Stengel, ein Feuerwehrfahrzeug Audi Kombi A6, an die ungarische Feuerwehr der Stadt Sarkad im Beisein der Öffentlichkeit und vieler Medien, als Geschenk übergeben. Dieses Fahrzeug diente bisher bei der Bad Vilbeler Feuerwehr dem Stadtbrandinspektor.



Durch die seit über 16 Jahren bestehenden freundschaftlichen Verbindungen zur Feuerwehr der ungarischen Stadt Sarkad, hat der ehemalige Stadtbrandinspektor der Stadt Bad Vilbel, Herr Gerhard Stengel auch den Bürgermeister und viele Verantwortliche der Stadt Sarkad kennen gelernt. So konnte man bereits im Jahre 2002 die Wiedergründung der dortigen Freiwilligen Feuerwehr unterstützen. Durch Schenkung eines Einsatzfahrzeuges des Technischen Hilfswerkes, welches Herr Minkel organisierte und im Jahre 2004 durch die Schenkung des ehemaligen Heilsberger Tanklöschfahrzeuges TLF 16.

Zur offiziellen Übergabe des in Bad Vilbel ausgemusterten Audi A6 an die Stadt Sarkad, waren der Bürgermeister der Stadt Sarkad, Herr Dr. Istvan Mokan, viele Bürger, Feuerwehrmitglieder der Stadt Sarkad und 5 Personen aus Bad Vilbel anwesend.

Durch die vielen Sach- und Technikspenden der vergangenen Jahre sind inzwischen auch sehr viele Verbindungen und Freundschaften zwischen Mitgliedern unserer Feuerwehr und Mitgliedern der Feuerwehr der Stadt Sarkad entstanden. Gegenseitige Besuche waren und sind die Folge. Humanitäre Hilfe muss die Zusammenführung von Menschen in Mittelosteuropa zum Hauptziel haben.

Des Weiteren konnten während der vergangenen Jahre den Feuerwehren der rumänischen Stadt Oradea, der Stadt Salonta, der Stadt Steierdorf, der Stadt Lipova, der Gemeinde Kurditsch, der Stadt Pecika und der Gemeinde Pilu Fahrzeuge, Büromöbel und Atemschutzgeräte übergeben werden.

Das Bild zeigt die Übergabe des Autoschlüssels und der Dokumente an den Bürgermeister der Stadt Sarkad, Herrn Dr. Mokan Istvan. Dr. Mokan Istvan links im Bild und rechts Gerhard
Stengel von der Feuerwehr Bad Vilbel. Fotos: Feuerwehr Bad Vilbel

Der Bürgermeister der Stadt Sarkad, Herr Dr. Mokan Istvan, bedankte sich sehr herzlich bei allen Verantwortlichen der Stadt Bad Vilbel. Er sagte während seiner Ansprache, wenn die Stadt Bad Vilbel während der vergangenen Jahre nicht geholfen hätte, dann gäbe es in Sarkad noch keine Freiwillige Feuerwehr. Durch die Unterstützung der Stadt Bad Vilbel, gibt es inzwischen in Sarkad eine sehr leistungsstarke, gut ausgebildete und ausgerüstete Feuerwehr. Diese nimmt inzwischen regelmäßig auch den Brandschutz und die Hilfeleistung der Nachbargemeinden wahr.

Durch die Unterstützung der Stadt Bad Vilbel gibt es inzwischen in Sarkad eine sehr leistungsstarke und gut ausgerüstete Feuerwehr.

Die Feuerwehr Sarkad verkürzt durch das schnelle Eingreifen ganz enorm die Hilfsfristen. Wäre die Feuerwehr der Stadt Sarkad nicht, müssten die in Notgeratenen bis zu 40 Minuten auf Hilfe von der Feuerwehr der Stadt Gyula warten. Der Bürgermeister bedankte sich bei G. Stengel für die Hilfe bei der Suche nach einer deutschen Partnerstadt. Herr Minkel hatte dieses Interesse im deutschen Städte- und Gemeindebund bekannt gegeben. Es meldete sich die Stadt Kassel Niestetal. Seit vielen Jahren besteht diese Partnerschaft. Regelmäßig besuchen sich Vertreter dieser beiden Städte.



Hintergrund

Da die Stadt Bad Vilbel international einen sehr guten Ruf hat, wird der Ehrenstadtbrandinspektor Gerhard Stengel von vielen Feuerwehren und Bürgermeistern in Mittelosteuropa zur Beratung über die EU-Vorgaben hinsichtlich der notwendigen Feuerwehrbedarfsplanung um Unterstützung gefragt.

Das hat zur Folge, dass neben den Berufsfeuerwehren auch in Mittelosteuropa (Ungarn und Rumänien), ein flächendeckender Brand- und Katastrophenschutz, durch die Gründung von Freiwilligen Feuerwehren, aufgebaut wird. Denn die Ausweisung von Baugebieten und die Genehmigung von Bauanträgen hängen künftig auch in Mittelosteuropa von der Gewährleistung des Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung, der jeweiligen Gemeinden, ab. Derzeit kann in Mittelosteuropa die gesetzlich vorgegebene Hilfsfrist, wegen dem fehlenden flächendeckenden Brandschutz, bei weitem nicht erbracht werden.

Um dieses begonnene Werk weiter fortsetzen zu können, werden noch weitere Spenden, gut erhaltener Fahrzeuge von deutschen Firmen, Feuerwehren oder Privatleuten bei der Schutzpolizei, den Helfern des freiwilligen Polizeidienstes, den Feuerwehren und sozialen Einrichtungen in verschiedenen Gemeinden und Städten in Ungarn und Rumänien benötigt.

Seit der politischen Wende in Europa, können sich die Menschen der verschiedensten Nationen gegenseitig besuchen und kennen lernen. Das ist auf Dauer gesehen freundschaftsstiftend und friedenssichernd. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Bad Vilbel praktiziert dies bereits seit über 27 Jahren. Dadurch konnte man schon viele Feuerwehrfreunde in Ungarn und Rumänien finden und unterstützen.

Gerhard Stengel
Ehrenstadtbrandinspektor Bad Vilbel

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