2018 war das wärmste Jahr in Ungarn

Laut den seit 1901 erfassten Messungen war 2018 das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung in Ungarn, die Erwärmung ist sogar aus Sicht der globalen Erwärmung im kritischen Bereich gewesen – ergibt sich aus den aktuellen Analysen des Nationalen Meteorologischen Dienstes (Országos Meteorológiai Szolgálat) – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Das gesamte vergangene Jahr hatte eine Durchschnittstemperatur von 11,99 Grad Celsius und übertraf damit die Normalwerte der letzten Messperiode (1981-2010) um 1,66 Grad. Das Jahr begann mit einem sehr milden Januar und im gesamten Jahr waren nur der Februar und der März kälter als der in der Vergangenheit gemessene Mittelwert. Der Frühling begann mit einem äußerst warmen April und Mai, wobei man am ersten Frühlingstag noch Minus 24,6 Grad Celsius in Sátorhely gemessen hatte. Der letzte Frühlingstag läutete mit einer Rekordtemperatur von 32,9 Grad in Sajópüspöki den heißesten Sommer seit Jahrzehnten ein.

Der Frühling 2018 zählt laut der seit 1901 registrierten Messungen zu den Drittwärmsten, der August zu den heißesten Augustmonaten überhaupt seit den Aufzeichnungen. Im Herbst erreichte der Oktober den Platz 4 der wärmsten Oktobermonate.



Im vergangenen Sommer gab es drei ernstzunehmende Hitzeperioden. Am heißesten war es dabei in Fülöpháza, wo die Temperaturen an beachtlichen 51 Tagen die Dreißigermarke übertrafen. Die höchste Temperatur (36,6 Grad im Schatten) wurde allerdings am 29. Juli im nördlich der Hauptstadt liegenden Budakalász gemessen. Insgesamt war der Sommer 2018 der siebentwärmste Sommer seit den Messungen. Doch mit dem zweitwärmsten Herbst überhaupt hat man letztes Jahr noch bis in den November hinein sommerliche Temperaturen genießen können.

Am Anfang des Jahres gab es auch eine kleine Kälteperiode, die das Land Ende Februar und Anfang März mit einer Durchschnittstemperatur von Minus 9 Grad 10 Tage lang in Schach hielt. Die Niederschläge in 2018 waren in den Frühlingsmonaten sehr ungewöhnlich. Der meiste Regen fiel im März und somit Platz 3 in der Übersicht, wobei der April und Mai überraschend trocken blieben.



Im Sommer war Regen mit Temperaturschwankungen und Wetterumschwung verbunden, daher fiel an einigen Tagen bei Gewittern und Stürmen enorm viel Regen, wobei wiederum einige Sommerperioden dann auch viel zu trocken blieben. Im Herbst kam nur 40% der erwarteten Regenmenge und somit hatte auch der Wasserpegel der Donau eine Rekordtiefe erreicht. Mit einem recht trockenen Winter erreichte das Land im letzten Jahr einen durchschnittlichen Niederschlagswert von 589,9 Milliliter.

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