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Keine Gaskrise in Ungarn – Maßnahmen vorbereitet

Die Sperrung der russischen Gaslieferungen in die Ukraine hat noch keine Störungen in Ungarn verursacht. Die Regierung in Budapest sei jedoch auf eine Krise vorbereitet, sagte Energieminister Csaba Molnár laut MTI auf einer Pressekonferenz in Siófok, nachdem der Gasprom-Konzern am Donnerstagmorgen den Export von Erdgas in die Ukraine gestoppt hatte. Ungarn erhalte im Gegensatz zum Jahr 2006, als von einem Tag auf den anderen die Gasmenge bei einem ähnlichen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine um 30 Prozent sank, die nötigen Informationen. Vorläufig funktioniere die Übergabe von Gas an der ukrainisch-ungarischen Grenze ohne Störung.

Um auf Krisen vorbereitet zu sein, hat das Land seine unterirdischen Gaslager gefüllt, in denen jetzt 3,133 Milliarden Kubikmeter Erdgas zu Handelszwecken zur Verfügung stehen. Außerdem gibt es nach Angaben des Ministers noch weitre 500 Millionen Kubikmeter. Ein Krisenausschuss zur Vorbereitung auf eventuelle Stürungen sollte am Donnerstagabend zusammentreten. Einschränkungen im Gasverbrauch würden die Bevölkerung zuletzt treffen, versicherte der Minister.