Raubfischerei am Balaton wurde schwer geahndet

Die Fischwächter am Balaton legten Anfang Januar ihren Bericht über die Vorfälle und Maßnahmen zum Schutz des Fischbestandes, sowie zur Einhaltung der Angelordnung im letzten Jahr vor. Demzufolge gab es 260 Anzeigen und 11 Straftaten, es wurden verbotene Fischernetze mit einer Gesamtlänge von 2 Kilometern aus dem Plattensee entfernt und Geldbußen in Höhe von insgesamt 5 Millionen Forint ausgesprochen. Angelverbote wurden über eine Gesamtzeit von 87 Jahren verhangen.



Die Zahl der Regelverstöße und Ordnungswidrigkeiten hat sich in den letzten fünf Jahren kaum geändert, ist aber deutlich niedriger als noch im Jahre 2000. Die Mehrzahl der Verstöße – im Jahre 2018 waren das 88 aufgedeckte Fälle – ist das Angeln ohne Genehmigung, heißt es auf der Website der Fischereigesellschaft Balatoni Halgazdálkodási Nonprofit Zrt. (BHN).



Die häufigsten Fälle treten im Sommer auf, wenn Gast-Angler an den See kommen. Der „Gewinner“ bei der Verletzung der Angelordnung war ein Feriengast, der beim Angeln ohne Genehmigung und mit sechs Angelruten gleichzeitig erwischt wurde. Die elf aufgedeckten Straftaten wurden von der Polizei weiterverfolgt.

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