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Fahndungserfolg nach aufsehenerregendem Mord

Nach der Ermordung des rumänischen Handball-Nationalspielers Marian Cosma am Sonntagmorgen in Veszprém hat die Polizei in Österreich noch am Abend desselben Tages zwei Tatverdächtige festgenommen. Wie die ungarische Polizei am Montag mitteilte, wurden die beiden Männer aufgrund eines Haftbefehls gefasst. Mit ihrer Auslieferung an Ungarn wird innerhalb einiger Wochen gerechnet. Die Fahndung nach dem dritten Tatverdächtigen läuft noch auf Hochtouren.

Eine Gruppe von 20 bis 30 Leuten hatte in Veszprém vor einer Bar drei Spieler der Handballmannschaft mit Messern angegriffen. Marian Cosma, der für den Klub MKB Veszprém spielte, wurde dabei ins Herz getroffen und starb. Der kroatische Austausch-Torhüter Ivan Pesics erlitt so schwere Verletzung, dass ihm eine Niere entfernt werden musste. Der Serbe Zarko Sesum wurde mit einem stumpfen Gegenstand am Kopf schwer verletzt.

Die ganze Mannschaft hatte gefeiert, weil ihr Mannschaftskamerad Gergő Iváncsik Vater eines Jungen geworden war. Bislang ist nur bekannt, dass es in der Nacht zu einem Wortwechsel zwischen der Gruppe Unbekannter und mit den Spielern kam. Cosma wurde auf die Straße gezerrt und niedergestochen, Sesum und Pesics, die ihm zu Hilfe eilten, erlitten schwere Verletzungen.

Der Polizei gelang es, die mutmaßlichen Täter schnell zu identifizieren. Landesweit gedachten die Menschen in Ungarn der Opfer. In Veszprém versammelten sich hunderte am Ort des Verbrechens. Auch in Rumänien herrscht Trauer um Cosma, einen der besten Handballspieler des Landes.