Skulpturen im Garten

Zeitgenössische Ausstellung in Szentendre

Der Park der MANK-Galerie in Szentendre erwartet seit Mitte Juni 2019 seine Besucher mit einer besonderen Skulpturenausstellung von 11 zeitgenössischen bildenden Künstlern und läutet damit den Kultursommer der Kunstgalerie ein – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Die traditionsreiche und jüngst renovierte Künstlerkolonie verzaubert mit ihrem schönen und stets wandelbaren Park jeden Besucher. Mit der Idee, die Skulpturen in die Natur „auszulagern“, wollte man eine außergewöhnliche Atmosphäre schaffen und das klassische Museumserlebnis etwas auflockern – informiert Anna Tardy-Molnár, Geschäftsführerin der MANK GmbH.

Ein weiteres Ziel des Projekts ist es, dem Publikum die Skulpturen-Kultur näher zu bringen, sowie talentierte Künstler und ihre neuesten Arbeiten vorzustellen. Das Vorhaben wurde von zahlreichen Partnern, wie dem preisgekrönten Bildhauer Àdám Farkas oder der Gesellschaft Ungarischer Bildhauer unterstützt – fügte Tardy-Molnár ergänzend hinzu.

Die ausstellenden Künstler wandten in ihren Werken die Traditionen der klassischen Bildhauerei an und setzten ihre Visionen mit kreativen Techniken um. Die präsentierten Werke haben auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun, dennoch verbinden sie verschiedene Aspekte: es handelt sich um freistehende Skulpturen, die allesamt Raum benötigen, um sich gänzlich entfalten zu können. Sie können als klassische Arbeit betrachtet werden, denn für ihre Erschaffung wurden klassische Methoden und Materialien eingesetzt. Es werden Themen wie Natur, Kultur, Subjekt und Objekt, sowie versteckte und transparente Symbolik aufgearbeitet.



Mitwirkende Künstler sind Gergő Àmmer, Kinga Azúr, Eszter Csurka, Àdám Farkas, Péter Gálhidy, János Kalmár, András Kontur, Norbert Kotormán, Péter Márkus, Henrik Martin und Péter Menasági. Kuratorin der Ausstellung ist Kunsthistorikerin Luca Cserhalmi.

Die MANK-Künstlerkolonie wurde – den Traditionen der Malerschule von Nagybánya folgend – bereits 1926 gegründet. Die Gründer nahmen 1929 die Kolonie, ein ehemaliges Lungensanatorium mit üppigem Garten, in Besitz. Im Jahre 1972 wurden anstelle des mittlerweile ungepflegten Hauptgebäudes zwölf moderne Ateliers gebaut. Bis heute bekommt die Künstlerkolonie regelmäßige Unterstützung für Renovierungsarbeiten und diverse Kunstprojekte.

In der vor einigen Jahren erbauten, repräsentativen MANK-Galerie arrangieren lokale und überregionale Künstlergruppen regelmäßig temporäre Ausstellungen.

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