Fahrradzentrum in Letenye übergeben

Happy Bike zwischen Ungarn und Kroatien

Im Rahmen des ungarisch-kroatischen Happy Bike-Programmes wurde im Juni 2019 in Letenye im Komitat Zala ein Fahrradzentrum übergeben. Ziel des Projektes ist es, den Radfahrern in der Umgebung eine sichere und gut ausgebaute Strecke zu bieten und den internationalen Fahrradtourismus zu fördern – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Das grenzübergreifende Gemeinschaftsprojekt betrifft die Städte Letenye in Ungarn, sowie Prelog und Ludbreg in Kroatien. Es wird mit einer Fördersumme von insgesamt 866.000 Euro, wovon rund 415.000 Euro an Letenye gingen, verwirklicht – informiert Szilárd Farkas, Bürgermeister der Stadt.

Das neue Fahrradzentrum im Wert von 80 Millionen Forint dient als Erholungs- und Raststätte für Radler. Hierfür wurden das alte Kulturhaus und sein gänzlich verfallenes Nebengebäude grundsaniert bzw. entsprechend den Bedürfnissen der Radfahrer umgebaut. So hat man hier bei der Rast auch die Möglichkeit, zu duschen oder etwas zu kochen. Auf dem Hof können die Fahrräder sicher und geschützt abgestellt werden und es wird ein Fahrradservice bzw. Pannendienst angeboten.

In Letenye und Umgebung wurden weitere Rastplätze und Infopunkte eingerichtet, sowie auf den für Fahrradfahrer geeigneten Straßen Informationsschilder aufgestellt. Diese geben Auskunft über die Streckenführung und die Highlights in der Natur des Naturschutzgebietes Mur. Außerdem liefern sie interessante Fakten über den Ort Letenye, dessen Geschichte und Sehenswürdigkeiten.



Im kroatischen Prelog wurde ein etwas kleineres Radzentrum eröffnet, sowie die Radwege ausgebaut bzw. ausgebessert. Touristen und Einwohner der Region haben somit die Möglichkeit, Rundtouren zwischen Letenye, Prelog und Ludbreg auf einer Gesamtstrecke von über 100 Kilometern zu unternehmen.

Letenye liegt etwa einen Kilometer vom linken Ufer der Mur entfernt, die hier die Grenze zu Kroatien bildet. Die Gesamtlänge der Mur beträgt 454 km, nur das linke Ufer ihrer südlichsten Strecke (48 km) gehört zu Ungarn. Dieses Gebiet zählt zu den letzten wirklich natürlichen Landschaften in Ungarn, der Fluss formt bis heute ohne menschliche Einwirkung sein Flussbett und bildet Sandbänke. Das Gebiet ist eine romantische „Wildnis“ mit einer besonderen Artenvielfalt: viele geschützte Fische und seltene Libellenspezies, charakteristische Vögel wie der Flussregenpfeifer, der Graureiher, der Eisvogel, der Schwarzstorch, sowie der Seeadler sind hier aufzufinden. Seit einigen Jahren haben sich auch wieder Biber in der Gegend angesiedelt.

Weitere Informationen zum Happy Bike-Programm unter: happybikeproject.hu

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