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Siófok wird neu entdeckt

Wie ist die Lage auf dem Balatoner Immobilienmarkt?

In den Anzeigenzeitungen und den Immobilienvermittlungen der Balatonumgebung gibt es ein großes Angebot an verkäuflichen Immobilien. Auf den Verkauflisten stehen Luxusvillen und Sommerhäuser, neu gebaute Appartements, Wohnungen in Gemeinschaftshäusern von Wohnparks und einige Jahre oder Jahrzehnte alte Einfamilienhäuser.

95 Prozent der Käufer sind Ungarn, für die neben einem realen Preis die Bausubstanz der Immobilie, die Nähe zum See und nicht zuletzt die Lebensqualität, die Infrastruktur der jeweiligen Ortschaft, ihre touristischen Leistungen Gesichtspunkte bei der Wahl des Kaufobjekts sind. Laut Gábor Pach, dem Geschäftsführer der in Zamárdi ansässigen Házkeresö Bt. werden auch die neuen Wohnungen nicht mehr vom Reißbrett weg verkauft wie vor vier, fünf Jahren und ein neuer Gesichtspunkt beim Kauf ist auch, dass die monatlich zu zahlenden Gemeinkosten nicht zu hoch sind. Deshalb sind – von der Seite der Verkäuflichkeit gesehen – unter den neuen Appartementhäusern und den Wohnparkprojekten die kleineren, über 4–8 Wohnungen, höchstens jedoch 12 Wohnungen verfügenden Projekte die erfolgreichsten – schreibt die Zeitung NAPI Gazdaság.

Die Käufer suchen neben schön gelegenen und wassernahen Grundstücken vor allem Häuser für 15–22 Millionen Forint und als Wohnimmobilien eingetragene Ferienhäuser sowie neue Appartements, nach selbständigen Immobilien im Wert von 35–100 Millionen Forint erkundigt sich vorerst nur ein kleiner Kreis. Neben den frequentiertesten Gemeinden ist vor allem dort eine Belebung zu bemerken, wo in den letzten Jahren eine Großinvestition in Angriff genommen wurde. Da der Bau der Autobahn und die erwähnten Großinvestitionen von Selbstverwaltungen und Unternehmen voraussichtlich auch dem Tourismus neuen Schwung verleihen werden, lohnt es sich, das noch große Angebot genauer anzuschauen. Eine solche sich entwickelnde Gemeinde ist auch Balatonfüred, wo in den letzten Jahren zahlreiche neue Objekte fertiggestellt wurden, anstelle der Bauruine „griechisches Dorf“ wurde ein Einkaufs- und Vergnügungszentrum geschaffen, der Stadtteil aus der Reformzeit wurde erneuert, der Wasser-Vergnügungspark fertiggestellt und drei Vier-Sterne-Hotels befinden sich in Bau, von denen jedes über 100 Zimmer verfügt. In der Stadt beginnen die Preise für erschlossene Baugrundstücke in guter Lage bei 14–15.000 Forint, abhängig vom Panorama, von der Ufernähe und der Größe steigen sie bis zu 25.000 Forint an oder liegen in Ausnahmefällen noch höher. Die in den 1980er Jahren errichteten Häuser kosten 20–29 Millionen Forint, während der Quadratmeterpreis von alten Wohnungen, die sich in traditionell gebauten Häusern befinden, zwischen 145–170.000 Forint schwankt. Der Quadratmeterpreis von neuen, weiter vom Ufer entfernt liegenden Wohnungen beträgt im Durchschnitt 250.000 Forint, während die direkt am Wasser liegenden, komfortabel ausgestatteten Wohnungen zu einem Quadratmeterpreis von 420–480.000 Forint zu haben sind.

Auch Siófok wird neu entdeckt. Vor zwei Jahren wurde unter anderem ein Wellness-Zentrum eingeweiht und mehrere niveauvolle Wohnparks und Gemeinschaftshäuser wurden und werden gebaut. Der Quadratmeterpreis der neuen Wohnungen liegt zwischen 270.000 und 450–500.000 Forint. Für alte Wohnungen muss so viel gezahlt werden wie in Balatonfüred, während der Quadratmeterpreis von an frequentierten Stellen liegenden Baugrundstücken mit besonderen Eigenschaften hier bis zu 42–45.000 Forint ansteigt. In Zamárdi gibt es ebenfalls nur wenige bebaubare Flächen. Deshalb kam es den Bauwilligen sehr entgegen, dass in diesem Jahr 54 Parzellen geschaffen und erschlossen auf dem Markt angeboten wurden. Die Baugrundstücke, die 580–780 Quadratmeter groß sind, in der Nähe des Freistrandes liegen und mit Einfamilienhäusern bebaut werden können, kosteten 9,9–13,8 Millionen Forint. Ihr Vorteil ist, dass die Gebühren danach nur dann gezahlt werden müssen, wenn der Käufer nicht innerhalb von vier Jahren mit dem Bau beginnt. Wer im alten Dorf ein 20 bis 30 Jahre altes Einfamilienhaus sucht, der muss mit einem Preis von 10–18 Millionen Forint kalkulieren. Für 15 bis 20 Jahre alte Häuser sind 12–20 Millionen Forint zu berappen und für die, die in den letzten zehn Jahren gebaut wurden, verlangen die Besitzer 20–30 Millionen Forint. Auch viele winterfeste Ferienhäuser sind im Angebot, doch sie sind nicht sehr gefragt, laut Gábor Pach suchen die potentiellen Käufer lieber Grundstücke und bauen selbst. Nach den weniger als zehn Jahre alten, auch im Winter bewohnbaren, gut ausgestatteten Ferienhäusern ist die Nachfrage in der ungarischen Mittelschicht geringer: Der Preis dieser Immobilien liegt zwischen 25 und 45 Millionen Forint, außerdem gibt es ein großes Angebot an Gemeinschaftsferienhäusern mit 6, 8, 12 Wohnungen. Sie sind durchschnittlich 20–32 Quadratmeter groß, sind jedoch nur schwer verkäuflich – da reihenweise neue gebaut wurden – und kosten meisten nur 3,5–5 Millionen Forint.

In Révfülöp gibt es ebenfalls nur wenige verkäufliche Baugrundstücke: Der Quadratmeterpreis schwankt zwischen 6–15.000 Forint. Die Preise für Ferienhäuser beginnen bei 7–8 Millionen Forint, die für früher gebaute Wohnhäuser mit guter Bausubstanz bei 16–22 Millionen Forint. In Szigliget sind die Preise höher, der Preis von Wohnhäusern und niveauvollen Ferienhäusern liegt hier zwischen 18–30 Millionen Forint. In Keszthely, wo wegen der verschiedensten Investitionen eine Belebung zu erwarten ist, kann man gegenwärtig das Eigentumsrecht an einem Grundstück zu einem Quadratmeterpreis von 9–12.000 Forint, ältere Wohnhäuser für 16–22 Millionen Forint erwerben.

Wer am Ufer des Balaton ein Ferienhaus erwirbt, muss damit rechnen, dass er außer dem Kaufpreis und den monatlichen Nebenkosten noch andere Gebühren zahlen muss. Außer den 10 Prozent Steuern beim Kauf verlangen die meisten Selbstverwaltungen – unter dem Titel Gebäudesteuer – auch für Ferienhäuser Steuern. Die Höhe beträgt am Nordufer des Balaton durchschnittlich 500 Forint/Quadratmeter/Jahr.