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Geldregen für Szentkirályszabadja

Der Flugplatz brachte schon vor der Eröffnung eine halbe Milliarde ein

Ganz unerwartet fiel unlängst der Selbstverwaltung von Szentkirályszabadja eine halbe Milliarde Forint in den Schoß. Die Gemeinde im Komitat Veszprém konnte mit einer einzigen Transaktion – dem Verkauf des an ihrer Gemeindegrenze liegenden Flugplatzes – fast die Hälfte ihres Jahresbudgets als zusätzliche Einnahme verbuchen.

„Das Geld kam uns sehr gelegen, ich kann endlich in ein kleineres Büro einziehen“, sagt zufrieden András Iványi, der Bürgermeister von Szentkirályszabadja, wo 2200 Einwohner leben, als er gefragt wird, was das Dorf mit der halben Milliarde Forint anfängt, die vor einiger Zeit in die Gemeindekasse floss. Der Dorfvorsteher erklärt sofort, woran er denkt. Das derzeitige Gebäude der Selbstverwaltung ist für die Büroarbeit nicht geeignet, die Räume sind viel zu groß.

„Wenn es uns gelingt, in ein anderes Gebäude zu ziehen, wird auch ein kleines Büro ausreichen“, sagt der Bürgermeister.

Und jetzt ist Geld da zum Bau eines neuen Dorfhauses und darin wird sich auch das neue Bürgermeisteramt befinden. Doch es gibt auch andere Vorhaben. Der Geldsegen ist dem Umstand zu verdanken, dass vor einigen Wochen ein in Budapest ansässiges Unternehmen für brutto 1,2 Milliarden Forint den im Eigentum der Veszprémer und der Szentkirályszabadjaer Selbstverwaltung befindlichen Flugplatz kaufte. Von dem Geld erhielt das kleine Dorf 500 Millionen Forint, die Summe wurde schon auf dem Konto der Gemeinde gutgeschrieben.

Über den Verbleib der dem Komitatssitz überwiesenen Summe in Höhe von netto einer halben Milliarde Forint ist nur soviel zu erfahren, dass Veszprém das Geld schon ausgegeben hat. In dem im Frühjahr angenommenen Haushalt von 2006 plante die Veszprémer Selbstverwaltung die jetzt im Herbst aus dem Verkauf des Flugplatzes stammende Summe schon ein. Da das Geld nicht zweckgebunden verplant wurde, ist nur soviel sicher, dass die halbe Milliarde als ein Teil der Ausgaben dieses Jahres aufgebraucht wurde. Zu den Tatsachen gehört, dass dieser Betrag in dem Budget von Veszprém, das jährlich 20 Milliarden ausmacht, kein allzu großer Posten ist.

Dagegen erhielt das über ein Haushaltsbudget von jährlich 300 Millionen Forint verfügende Szentkirályszabadja die einem Zweijahresetat entsprechende zusätzliche Summe für den Flugplatz. Da das Dorf keine Schulden hat, kann der unerwartete Betrag fast ausschließlich für Investitionen verwendet werden.

„Eine umfassende Konzeption über die Verwendung der halben Milliarde Forint wurde noch nicht angefertigt, doch es ist sicher, dass wir das Geld nicht für Prestigeinvestitionen ausgeben werden wie zum Beispiel eine Schwimmhalle oder einen Fischteich, wir bemühen uns, die wichtigsten Aufgaben zu erfüllen“, sagt András Iványi. „Wenn wir geschickt sind, können wir dadurch den Eigenanteil zu zahlreichen Ausschreibungsbewerbungen stellen, von der halben Milliarde Forint können Investitionen von bis zu zwei Milliarden Forint realisiert werden.“

Nach den Plänen gehören die Renovierung des Kindergartens und des Gesundheitshauses, außerdem der Bau eines neuen Dorfhauses zu den wichtigsten Investitionen. Die umfassende Rekonstruktion des Trinkwassernetzes und die Verbreiterung und Asphaltierung von einigen Straßen wären auch nötig.

„Aber wir legen nicht unsere Hände in den Schoß, bis wir die Unionsfördermittel erhalten, von den Zinsen des auf der Bank angelegten Geldes – das sind grob gerechnet vierzig Millionen Forint pro Jahr – können wir kleinere Arbeiten durchführen, für manche Vorhaben können wir ohnehin nicht auf Unterstützung durch Ausschreibungen rechnen“, setzt der Bürgermeister hinzu. „Beispielsweise entstauben wir Straßen, bauen Fußwege und Straßengräben, außerdem bereiten wir die Plandokumentationen für die größeren Investitionen vor.“

Szentkirályszabadja ist nicht nur durch den Verkauf des Flugplatzes in einer beneidenswerten Lage, ein Teil des Flugplatzes liegt auf dem Gemeindegebiet, so dass später auch die daraus stammende Gewerbesteuer in die Gemeindekasse fließt.

Laut Plan wird der Flugplatzbis Ende 2008 modernisiert

„Im Hinblick auf den Veszprém-Szentkirályszabadjaer Flugplatz rechnet der Käufer langfristig mit einer sicheren Amortisation, deshalb führt er innerhalb von zwei Jahren die Investitionen durch, durch die der frühere Militärflugplatz ab 2008 als ziviler Flughafen betrieben werden kann“, erfuhr man von Zoltán Kárpáti, dem Vorstandsmitglied der den Flugplatz vor einiger Zeit erwerbenden Budawest Zrt. Die Anlage übergab der Staat vor knapp einem Jahr in das Eigentum der Veszprémer und der Szentkirályszabadjaer Selbstverwaltungen. Die zwei Gemeinden hatten den Flugplatz kaum in Besitz, als sie die 440 Hektar große Fläche mit den darauf befindlichen Immobilien schon zum Kauf ausschrieben. Der Gewinner der Ausschreibung ist die im Eigentum von englischen, amerikanischen und ungarischen Fach- und Finanzinvestoren befindliche Budawest Zrt., die nach der Zahlung des Kaufpreises den Flugplatz in Besitz nahm. Zoltán Kárpáti sagte, dass in der ersten Phase des Ausbaus der Flugplatz bis Ende 2008 für drei Milliarden Forint erneuert wird. Der Flugplatz wird in erster Linie an dem Bedarf von Billigfluggesellschaften ausgerichtet und dementsprechend modernisiert.