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Ratgeber Garten – April 2009 – Der Kräutergarten

Kräutergarten, Nistkästen, Staudenbeet, Gärtnern nach dem Mond im April

Kräutergarten

Ein Kräutergarten bietet faszinierende Möglichkeiten für die gärtnerische Gestaltung. Kräuter sehen hübsch aus, haben praktischen Nutzen, sind leicht anzubauen und stellen nur sehr geringe Ansprüche an den Boden. Sie werden nur äußerst selten von Krankheiten oder Insekten befallen und die meisten wachsen glücklich und zufrieden über mehrere Jahre an ein und der selben Stelle. Und natürlich sind Kräuter gerade das Richtige für Leute, die zuwenig Zeit für einen Gemüsegarten haben, aber trotzdem keinen reinen Ziergarten möchten.

Wozu Kräuter gut sind

Nicht nur der Duft und die sanften Farben im Kräutergarten erfreuen den Gärtner, für den Koch oder die Hausfrau sind Kräuter immer wieder eine reiche Quelle an Gewürzen. Mit Kräutern können sie den Geschmack von Suppen, Fleisch-, und Fischgerichten verbessern, sie aber auch für Süßspeisen wie Marmeladen, Sirup´s, Creme´s und Backwerk verwenden. Ein nicht zu vergessender ist der Gesundheitsfördernde Effekt vieler Kräuter.

Wo Kräuter wachsen

Wer noch nie Kräuter angebaut hat, sollte sich zuerst vergewissern, dass der Garten auch dafür geeignet ist. Während die heimischen Kräuter wie Majoran, Dill, Pimpinelle, Borretsch, Thymian, Kerbel, Schnittlauch und Petersilie in den gemäßigten Klimazonen gut zurecht kommen, stammen fast alle aromatischen Kräuter wie Lavendel, Rosmarin, Gartenraute und die meisten silberblättrigen Kräuter aus dem Mittelmeerraum. Sie brauchen durchlässigen, nährstoffarmen Boden der sich schnell erwärmt und Wasser gut ableitet. Auf schweren Lehmböden haben diese Kräuter keine Chance. Hier muß Sand und lockeres organisches Material eingearbeitet werden. Eine nach Süden abfallende Lage begünstigt diese sonnenliebenden Kräuter zusätzlich.

Anlage eines Kräutergartens

Zuerst zur Planung: Kräuter wirken besonders in klassischen Anordnungen. Das heißt, Kleinwüchsige oder Kleinblättrige kommen in den Vordergrund. Farben werden von zart im Vordergrund nach kräftig im Hintergrund gesteigert. Ein guter Plan sollte auch noch die Form des Kräutergartens berücksichtigen, wobei die klassische Rechteckform am einfachsten zu planen ist. Besonders geeignet für Haushalts oder Hobbygärten sind der Quadratfußgarten und die Kräuterspirale oder Kräutermauer. Bei diesen Formen kann man die in größeren Kräutergärten nötigen Wege durch einfache Trittsteine ersetzen.

Kräuter und ihre Eigenschaften

Zitronenmelisse: (Melissa officinalis) Ist eine mehrjährige ausdauernde Staude, die Schatten und Halbschatten verträgt. Sie wird bis zu 90cm hoch und wuchert etwas. Ihre Blätter schmecken nach Zitrone und können grün oder getrocknet zum Würzen verwendet werden. Der Tee aus Melissenblättern ist für seine nervenberuhigende Wirkung bekannt. Basilikum (Ocimum oficinalis): Wird 15 – 30cm hoch und stammt aus den tropischen Regionen Indiens, riecht und schmeckt etwas nach Gewürznelken und passt hervorragend zu Tomaten. Basilikumtee wirkt Magenberuhigend. Kerbel schmeckt super in Omletts und Suppen. Fenchel (Foeniculum officinale): Bis zu 1,2m hohe Pflanze mit fein gefiederten Blättern, passt besonders gut zu Fischgerichten, Süßspeisen und als Tee hilft er bei Husten und Halsschmerzen. Knoblauch (Allium sativum): Ist kinderleicht anzubauen: Mitte März bis April wird gesteckt und im Herbst wird geerntet. Über die Eigenschaften des Knoblauchs wäre so viel zu sagen, dass er einen eigenen Artikel verdient hätte. Die Wichtigsten wären, Antibakteriell, Blutdruck regulierend, verdauungsfördernd und Schädlinge vertreibend. Ysop (Hyssopus officinalis): Eine strauchige, bis zu 60cm hoch werdende Pflanze, deren leuchtend blaue Blüten im Hochsommer die Bienen anlocken. Kraut und Blüten werden für Liköre, zu Lamm und Ziegenfleisch und als Umschlag bei Prellungen verwendet. Liebstöckl (Levisticum officinalis): Eine stattliche, bis 120cm hohe Pflanze, die etwas nach Sellerie schmeckt. Ein Würzkraut, das in Eintöpfen, Suppen und Salaten nicht fehlen sollte. Ringelblume (Calendula): Eine einjährige Sommerblume, deren orangefarbene Blüten als Safran Ersatz und zur Wundheilung verwendet werden. Oregano (Origanum): Das klassische Gewürz für Pizza und mediterrane Küche. Salbei (Salvia officinalis): Die in der Küche verwendete Art ist ein immergrüner Halbstrauch mit graugrünen bis gelb panachierten Blättern. Verwendung als Gewürz, Tee, Gemüse und bei Erkältung.
Estragon (Artemisia dracunculus): Die beste Sorte ist der französische Estragon. Er braucht im Winter etwas Kälteschutz. Verwendung zu Geflügel, Omletts und Gewürzessig. Thymian (Thymus vulgaris): Bis 30cm hoher immergrüner Halbstrauch. Zu Lamm, Ziege, Wild und als Hustentee. Dill (Auethum graveolens) ist ein vielseitiges Gewürz zu Fischgerichten, Gurken und für Kräuteressig.

Anlage des Kräuterbeets

Bei lehmigem Boden zuerst eine Spatenblatttiefe ausheben und die Erde mit Sand, Kies und etwas Torf vermischen, damit das Wasser gut ablaufen kann. Dann entweder in Spiralenform oder kleinen Quadraten für jedes Kraut ein eigenes Quartier schaffen. Dabei ist zu berücksichtigen: Schnittlauch, Petersilie, Minzen und Liebstöckl kommen an die schattigsten und feuchtesten Stellen, die mediterranen Kräuter bekommen die besten Sonnenplätze mit dem bestens drainagiertem Boden. Größere Steine zwischen den wärmeliebenden Kräutern speichern wie ein Kachelofen die Sonnenwärme und geben sie Nachts langsam an ihre Umgebung ab.

Nistkästen vorbereiten

Auch unsere Gartenvögel lieben eine sauberes Zuhause, ganz besonders für das Brutgeschäft. Daher meiden sie Nistangebote mit alten, verschmutzten Nestern. Überprüfen Sie daher kritisch die Nistkästen vom Vorjahr. Nehmen Sie die Kästen ab, am besten bei trockenem Wetter an kalten Tagen. Dann sind eventuell im Kasten lebende Flöhe nicht sprungfähig. Bei höheren Temperaturen können sie nämlich problemlos bis zu 30 cm weit springen und auch beim Menschen Unterschlupf finden. Den Inhalt des Kastens schütten Sie in die Mülltonne, dann spritzen Sie ihn gründlich aus und lassen ihn mehrere Tage gut trocknen. Erst dann können Sie den Kasten wieder aufhängen. Reparaturbedürftige Kästen bringen Sie vorher selbstverständlich in Ordnung. Achten Sie beim Aufhängen der Nistkästen darauf, dass die Fluglöcher nach Osten weisen.

Im Staudenbeet

Stauden wie Tränendes Herz, Gemswurz oder Blaukissen, die im April oder Mai blühen, können Sie jetzt noch teilen und umsetzen. Doch nicht zu spät, damit sie genügend Zeit haben, vor der Blüte gut einzuwurzeln. Dies kostet der Pflanze Kraft, die auf Kosten der Blüten geht. Freiwerdende Stellen im Beet können Sie dann mit Zweijährigen bepflanzen, wenn es schnell gehen soll oder Sie sich noch nicht klar sind über die Gestaltung, bieten sich Einjährige an. Letztere vollenden in einer Pflanzsaison ihren kompletten Entwicklungszyklus, wachsen schnell und kommen entsprechend früh zur Blüte. Farne und Lilien können Sie ebenfalls ab Mitte März pflanzen, mit Sommer- und Herbststauden warten Sie bitte bis April.

Auch Pflanzen brauchen Futter. Düngen Sie, sobald die ersten Austriebe der Stauden sichtbar sind. Beetstauden wollen eine mehrere Zentimeter starke Schicht aus Grobkompost, dazu Hornspäne und Rindenmulch. Bringen Sie diese Mischung auf dem Beet aus und arbeiten sie alles locker in den Boden ein. Wildstauden begnügen sich mit der Hälfte der Dung- und Bodendeckerstoffe. Gut ernährte Pflanzen sind übrigens widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Pilzkrankheiten. Ganz wichtig: Jetzt können Sie beim Säubern der Beete Schneckengelege entfernen. Diese bestehen aus mehreren hundert Eiern. Sie befinden sich meist an der Unterseite von Steinen, Töpfen und Brettern.

Stammtisch in Kehida

Jeden Freitag ab 18 Uhr findet in Kehida, gegenüber des Thermalbades, im gemütlichen Restaurant „ zur alten Mühle“ der Stammtisch für Hobbygärtner und Naturfreunde statt. Walter Schneider wird im April 2009 wieder anwesend sein und gerne mit Tipps und Ratschlägen zur Verfügung stehen. Der Stammtisch ist unverbindlich und die Küche vorzüglich.

Gärtnern nach dem Mond im März

Fruchttage: 1, 7, 8, 15, 16, 23, 30. An Fruchttagen im zunehmenden Mond ist das Säen, Pflanzen und Ernten von fruchttragenden Pflanzen besonders begünstigt. Bei abnehmendem Mond Schnittarbeiten. Wurzeltage: 2, 9, 10, 17, 24, 25, 26. Die Wurzeltage sind besonders günstig zur Aussaat, Pflanzung und Pflege von Wurzel- und Knollengemüse. Blütentage: 3, 4, 11, 12, 18, 19, 20, 27. Blütentage wirken sich positiv auf Pflegearbeiten und Aussaat von Blumen und Blütenpflanzen, sowie Heil- und Küchenkräutern bei denen die Blüten Verwendung finden aus.Blatttage: 5, 6, 13, 14, 21, 22, 28, 29. An Blatttagen sollten Salate, Blattgemüse und Kräuter bei denen das Blattwerk Verwendung findet gesät und gepflanzt werden.

Aktuelles aus dem Tomatenparadies

Unser Hofladen ist seit 01.02.2009 wieder geöffnet. Im Angebot sind Mulchvlies, Verfrühungsvlies, Marmeladen aus Bio Anbau, Holunderblütensirup, Löwenzahnsirup, naturtrüber Bio Apfelsaft, Bio-Apfelessig, Himberessig, Honigessig, Tomaten und Paprikasamen und Früchtetees.

Natürlich stehe ich – Öko-Gärtner Walter Schneider – für alle Fragen zu Permakultur, Bio Anbau, Tomaten und Paprika persönlich, telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.

Informationen

Walter Schneider
Paradicsom – Kert Almásháza
8935 Almásháza, Béke ut. 23
Tel. 0036 (30) 9142456
tomatenparadies@vollbio.de
www.tomatenparadies.gmxhome.de