Nachgedacht: Semmelknödel …

… oder Semmelnknödeln, egal, wie man sie umschreibt. Die deutsche Sprache, besser gesagt die bayerische, ist sich hier nicht ganz und gar einig. Schon die beiden Urbayern Karl Valentin und Liesl Karlstadt haben dieses Problem vor vielen Jahrzehnten in einem ihrer bekanntesten Sketsche lautstark und mit viel Humor ausdiskutiert, ohne eigentlich zu einem Ergebnis zu kommen. Aber egal.



Wichtig ist, dass die runden Dinger schmecken. Deftig, gut gewürzt, nicht zu hart und nicht zu weich müssen sie sein. Dann wird die bayerische Spezialität als Beilage für einen köstlichen Braten zum Tüpfelchen auf dem i. Auch hier, am schönen Balaton, geht es für einen gebürtigen Bayern ohne die tradtionellen runden Klöße nicht im entferntesten.

Die Grundbasis besteht und, das ist logisch, aus Semmeln. Kauft Frau einen Beutel von dem Gebäck, lässt es zwei oder drei Tage in einer Schüssel ruhen, kann es danach ohne Probleme aufgeschnitten werden und wandert in die Gefriertruhe. Bei Gebrauch auftauen lassen, mit Milch (nicht zu viel) aufweichen und das Gemisch mit Salz, zwei oder drei Eiern (je nach Menge des Knödelbrotes), Pfeffer, Schnittlauch oder Petersilie und etwas Maggi (wer es so mag) gut durchkneten. Mit angefeuchteten Händen lassen sich die schönsten Klöße formen, die dann ins heiße Salzwasser getaucht werden. Nach einigen Minuten, wenn die Knödel nach oben „schwimmen“, können sie serviert werden. Klappe zu, Affe tot.

Wie Sie sehen, lieber Balaton Zeitungsleser, ist es gar nicht so schwierig, die bevorzugte Speise ohne größeren Aufwand selbst herzustellen, vor allem, wenn es in den Supermärkten kein fertiges Knödelbrot zu kaufen gibt. Auf jeden Fall schmecken diese runden Gebilde immer wieder aufs Neue einfach nur gut. Vor allem, wenn die Hausfrau jetzt schon überlegt, was sie zum Weihnachtsfest auf die Teller bringen soll.

Knödel schmecken immer und passen zu allen möglichen Gerichten, wie Rinder- oder Schweinebraten, Geflügel, Wildrezepten und vielem anderen mehr. Auch in der Pfanne geröstet mit Ei, sind sie ein Gedicht. Probieren Sie es aus, Sie werden Lobeshymnen auf Ihre gute Küche zu hören bekommen. Und: Ein Lob tut immer gut und das nicht nur zu Weihnachten.

Bis bald,
Ihre Eva