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Ungarns Wettbewerbshüter bestrafen Penny

Wegen Täuschung der Kunden und unehrlicher Handelspraktiken hat das ungarische Amt für Wettbewerb in der Wirtschaft gegen Penny Markt eine Geldstrafe in Höhe von 100 Millionen Forint (fast 360.000 Euro) verhängt. Die Wettbewerbshüter hatten im Oktober 2008 eine Untersuchung gegen die Ladenkette eingeleitet, teilte die Behörde am Dienstag mit. Dabei wurde festgestellt, dass es in zwei Zeiträumen Probleme mit Aktionsangeboten gab.

In mehreren Fällen hatten die Kunden in den Penny-Filialen mehr für Produkte zahlen müssen, als in Mitteilungen von Penny angekündigt worden war. Einzelne Geschäfte konnten die Anwendung von Aktionspreisen willkürlich selbst beginnen oder beenden, heißt es in der Mitteilung des Wettbewerbsamtes. Penny Markt habe dabei nicht eine einheitliche Anwendung von Preisen gewährleisten können. Nach Ansicht der Wettbewerbsbehörde ging es dabei nicht um einzelne Fehler, sondern um einen Systemfehler.

Penny Markt habe somit eine sehr schwere Rechtsverletzung begangen, die den Verbrauchern unmittelbaren Schaden zufügte. Dies wurde von der Behörde als erschwerender Umstand gewürdigt. Außerdem sei Penny Markt rückfällig geworden. Die aktuelle Irreführung habe 146 Erzeugnisse bei mehreren Aktionen betroffen.