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Rentner in Ungarn müssen Gürtel enger schnallen

Ungarns Parlament hat auf Vorschlag der Regierung unter dem neuen Ministerpräsidenten Gordon Bajnai mit der Verabschiedung einer Reihe von einschneidenden Maßnahmen begonnen, die Haushalt und Wirtschaft auf die Beine helfen sollen.

Am Anfang der Streichliste stehen die Rentner, die künftig auf die 13. Monatsrente verzichten müssen. Schon in diesem Jahr wird die zweite Hälfte davon, die im November fällig gewesen wäre, nicht mehr ausgezahlt, berichten Medien des Landes von der jüngsten Sitzung des Parlaments. Anstelle dessen wird eine sogenannte Rentenprämie eingeführt, die sich nach dem Wirtschaftswachstum richten soll. Sie steht den Alten erstmals dann zu, wenn das Wirtschaftswachstum 3,5 Prozent übersteigt. Auch bei der Rentenanpassung ergeben sich Veränderungen. Zwar bleibt es bei einem jährlichen Anstieg, der jedoch nur noch der Inflation folgen soll.

Als eine der bedeutendsten Veränderungen wird die allgemeine Umsatzsteuer ab 1. Juli dieses Jahres von 20 auf 25 Prozent steigen. Daneben wird es auch einen günstigen Schlüssel von 18 Prozent geben, der für Milch, Milchprodukte, Brot und Backwaren ab 1. Juli dieses Jahres angewendet werden wird. Daneben gibt es noch eine Reihe weiterer Steuerveränderungen.