Fröste schaden der Obstblüte

Der Frost Ende März macht insbesondere den Obstbauern große Sorgen. „Die Aprikose steht in voller Blüte, die unerwarteten Nachtfröste verursachten je nach Sorte und Region bereits in 40-90 Prozent des Baumbestandes Blüten- und Knospenschäden, Pfirsichbäume erlitten in 30-60 Prozent Schäden, so dass maximal mit einer durchschnittlichen Ernte gerechnet werden kann“, sagte Ferenc Apáti, stellvertretender Vorsitzender der Ungarischen Fachorganisation für Obst und Gemüse FruitVeB.



„Aufgrund des recht milden Februars begann in diesem Jahr in Ungarn die Baumblüte ungewöhnlich früh, umso schlimmer sind jetzt die überraschend späten Nachtfröste für diese beiden Obstarten. Andere Obstarten blühten zum Zeitpunkt der ersten Fröste noch nicht, dort halten sich die Schäden in Grenzen.“ Obwohl Kirschbäume noch nicht blühen, haben aber die Knospen früher Sorten auch einen erheblichen Schaden erlitten, das gilt insbesondere für die südliche Puszta und für Süd-Transdanubien. Bei Sauerkirschen und Pflaumen wurden geringfügige Knospenschäden festgestellt. Es scheint derzeit so, dass deren Erträge wohl nicht gefährdet sind. Auch bei Äpfeln und Birnen sind noch keine erheblichen Schäden festzustellen, sagte Ferenc Apáti.

Er fügte hinzu, dass weiterhin sehr kalte Tage erwartet werden. Meteorologen zufolge soll es sogar bis Mitte Mai Fröste geben, die sich dann stark auf die Ernte auswirken werden. In der beliebten Obstbauregion Balatonvilágos versucht man derweil zu retten, was zu retten ist und schützt die Aprikosen- und Pfirsichbäume mit Fackeln vor dem Erfrieren in den frostigen Nächten. Der MTI-Fotograf György Varga machte am letzten Tag im März spektakuläre Fotos, schreibt hirbalaton.hu.