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Tourismus in der Wirtschaftskrise auf Talfahrt

Die Wirtschaftskrise hinterlässt auch im Tourismus in Ungarn Spuren. Im Zeitraum Januar-Mai ging bei kommerziellen Unterkünften die Zahl der ausländischen Gäste um 16, der aus dem Inland um 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück, berichtet das Zentrale Statistische Amt am Montag. Die Einnahmen fielen um 12 Prozent. Mit Ausnahme von Österreich musste Ungarn bei allen bedeutenden Entsenderländern Einbußen hinnehmen. Neben Deutschland trifft das für Rumänien, Großbritannien und Italien zu.

Im Falle Großbritanniens, das im vorigen Jahr Wachstum zeigte, kam es bei den Übernachtungen zu einem Absturz um 33 Prozent. Gäste aus den USA verbrachten 34 Prozent weniger Nächte in Ungarn. Bei acht Ländern verzeichnete Ungarn jedoch einen Zuwachs, am bedeutendsten bei der Slowakei, deren Touristen 34 Prozent mehr Übernachtungen buchten also im Jahr zuvor. In den Hotels, die 86 Prozent des Verkehrs ausländischer Gäste bewältigen, nahm die Zahl der Übernachtungen in allen Kategorien ab. Die Auslastung der Hotels lag bei 37,8 Prozent, wobei die 5- und 4-Sterne-Hotels über 50 Prozent lagen.

Gegen den negativen Trend stemmten sich nur Südtransdanubien mit einer Zunahme des Gästeverkehrs um 4 Prozent und der Theiß-See mit einem stagnierenden Inlands-Tourismus erfolgreich.