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Ungarn: Keine Trendwende im Fremdenverkehr

Für die kommerziellen Vermieter im ungarischen Fremdenverkehr ist immer noch keine Wende zum Besseren erkennbar. Im Zeitraum Januar-September ging die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei ausländischen Gästen um 11, bei Gästen aus dem Inland um 6 Prozent zurück, meldet das Zentrale Statistische Amt. Dabei sanken die Einnahmen um 9 Prozent. Auch im September registrierten die kommerziellen Unterkünfte wie in jedem der acht vorausgegangenen Monate einen geringeren Fremdenverkehr als 2008.

Seit Anfang dieses Jahres ist der Markt für Übernachtungs-Dienstleistungen durch Rückgang gekennzeichnet. Weniger Gäste kamen aus Deutschland, Polen, Italien, Rumänien, Holland, den USA und Frankreich. Bei Großbritannien fiel die Zahl der Übernachtungen sogar um 25 Prozent nach einem Anstieg im Vorjahr und auch Gäste aus den USA verbrachten 26 Prozent weniger Nächte in Ungarn. Eine Erweiterung des Gäste-Aufkommens brachten Österreich, Tschechien, die Slowakei, China, Finnland, Israel und die Schweiz. Am bedeutendsten stieg die Zahl der Gäste aus der Slowakei mit 31 Prozent.

Bei den Hotels, die 77 Prozent des Fremdenverkehrs aus dem Ausland abwickeln, sank die Übernachtungszahl in allen Kategorien. Die Zimmerauslastung der Hotels lag bei durchschnittlich 44 Prozent. Am besten waren die Kurhotels ausgelastet (58 Prozent), wobei auch deren Auslastung um 5 Punkte hinter der des Vorjahres zurückblieb.