Ungarn: Grenzbeschränkungen sollen gelockert werden

Beginn der Aufhebung der Beschränkungen für den 15. Juni geplant

Außenminister Peter Szijjártó diskutierte am Montag mit seinen österreichischen, tschechischen und slowakischen Amtskollegen über eine Lockerung der Grenzbeschränkungen – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Ungarn, Österreich, Tschechien und die Slowakei seien in der Region stark voneinander abhängig, sagte Szijjártó auf Facebook. Auch die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den vier Ländern seien „sehr aktiv“, sagte er und verwies auf die tiefen Verbindungen zwischen den Gemeinschaften in den Grenzregionen. Österreich sei Ungarns wichtigster Handelspartner in der Region, die Slowakei der drittwichtigste; das jährliche Handelsvolumen mit beiden Ländern habe im vergangenen Jahr rund 10 Milliarden Euro betragen. „Es liegt daher in unserem Interesse, … unseren Wirtschafts- und Handelsbeziehungen neuen Schwung zu verleihen“, sagte er. Der Schutz des Lebens der Menschen sei der wichtigste Faktor, der beim Abbau der Grenzbeschränkungen berücksichtigt werden müsse, fügte er hinzu.

Die vier Länder haben den 15. Juni als Zieldatum für den Beginn der Aufhebung der Beschränkungen an ihren Grenzen festgelegt, sagte er. Die bisherigen Erfahrungen mit der Lockerung der Beschränkungen an Ungarns Grenzen seien positiv, sagte er und verwies auf die jüngste Entscheidung, die ungarisch-serbische Grenze wieder für die Öffentlichkeit zu öffnen. Szijjártó merkte an, dass er am Mittwoch Gespräche mit seinem polnischen Amtskollegen und am Donnerstag mit seinem slowenischen Amtskollegen führen werde.