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Ungarn: Weinkonsum steigt trotz Krise

Die Wirtschaftskrise kann dem Weinkonsum in Ungarn nichts anhaben. Er ist ungeachtet der schwierigen Wirtschaftslage weiter gestiegen, ergab eine Untersuchung der Marktforscher von GfK Hungária, die jetzt veröffentlicht wurde.

Wein gilt als das Nationalgetränk, heißt es in dem Bericht, zu jedem Anlass spielt Wein eine herausragende Rolle. Annähernd die Hälfte der Bevölkerung über 18 Jahre kann als Weinkonsument angesehen werden. Im Laufe der Woche trinke etwa ein Fünftel der Ungarn Wein, während jeder zweite Ungar nie von diesem alkoholischen Getränk Gebrauch macht. Dabei steige jedoch die Zahl derer, die mehrmals in der Woche Wein trinken, mit zunehmendem Alter stetig an. Von den Ungarn, die Wein ablehnen, trinkt etwa die Hälfte überhaupt nicht, die andere Hälfte lehnt nur den Wein ab.

Die Kultur des Weintrinkens ist der Untersuchung zufolge sehr unterschiedlich, jedoch entwickelte sich erst in den letzten Jahren eine bewusste, anspruchsvollere Konsumentenschicht.

„Infolge der Krise hat sich die Menge der zum häuslichen Konsum gekauften Menge Wein nicht verringert, nach Angaben des ersten Halbjahres stieg sie leicht, um etwa 5 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres“, heißt es. „Dieser Anstieg ist jedoch nicht dem Absatz der Flaschenweine zu danken, die die größte Menge ausmachen, sondern dem Verkauf der billigeren Erzeugnisse in Kunststoffflaschen und Kanistern. Der Einkauf dieser Weine zeigt gleichermaßen in Geschäften mit großer Fläche und bei den Kleinproduzenten ein Wachstum“, sagte der Manager für Marktentwicklung von GfK Hungária, Zoltán Sánta.