Orbán: Gesundheitsversorgung unter anhaltendem Druck

Das neuartige Coronavirus breitet sich in Ungarn schneller denn je aus und setzt das Land zunehmend unter Druck, bis ein Impfstoff zur Verfügung steht, sagte Ministerpräsident Viktor Orbán – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



In einem Interview mit der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt Kossuth Rádió sagte Orbán, die Regierung sei bereit, zusätzliche Krankenhäuser zu eröffnen und mehr Ärzte und Krankenschwestern einzusetzen, „in dem Bemühen, mit dieser Aufgabe Schritt zu halten“. Orbán sagte, er erwarte, dass die zweite Welle der Coronavirus-Epidemie länger dauern und schwieriger sein werde als die erste. Sie werde eine Umstrukturierung erfordern und gleichzeitig die Belastung des Gesundheitspersonals erhöhen.

In seinem Kommentar zu der zwischen der Regierung und der ungarischen Ärztekammer (MOK) erzielten Vereinbarung über eine substantielle Erhöhung der Ärztegehälter sagte Orbán, die Kammer habe ihre Vorschläge an die Regierung über mehrere Monate hinweg „vorangetrieben“, was im Kabinett eine Debatte darüber ausgelöst habe, ob eine substantielle Lohnerhöhung in diesem Sektor im Widerspruch zu notwendigen wirtschaftlichen Schutzmaßnahmen stünde. „Dies ist der Moment, in dem wir zusammenstehen müssen, in dem wir einen Durchbruch bei der Verbesserung der Bezahlung von Ärzten erzielen müssen“, sagte Orbán und wies darauf hin, dass auf Vorschlag des MOK die Trinkgeldzahlungen aus dem System gestrichen werden sollen.