Orbán: Ungarn muss funktionieren

Ungarn müsse in der Lage sein, zu funktionieren und gleichzeitig eine disziplinierte Verteidigung gegen die neuartige Coronavirus-Pandemie aufzubauen, sagte Ministerpräsident Viktor Orbán in einem regelmäßigen Interview mit der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt Kossuth Rádió – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Die Regierung verfüge über eine Strategie für den Umgang mit einem möglichen Anstieg von Coronavirus-Fällen und dem Bedarf an erhöhten Krankenhauskapazitäten, sagte der Ministerpräsident. Orbán stattete einem Krankenhaus am Freitagmorgen einen Besuch ab, bei dem ihm mitgeteilt wurde, dass das Krankenhaus über eine ausreichende Anzahl von Beatmungsgeräten, Betten und Personal verfügt. Gleichzeitig fügte er hinzu, dass sich die Ärzte über den Anstieg der Coronavirus-Patienten, die eine Krankenhausbehandlung benötigen, und über die Zahl der Personen, die die Einrichtung aufnehmen kann, im Klaren seien. Die Krankenhäuser verfügen über rund 10.000 Betten für die Behandlung von Coronavirus-Patienten, und diese Zahl kann um 20.000 erweitert werden, sagte der Ministerpräsident.

Jetzt, da der Gesundheitssektor für die zweite Welle der Pandemie gerüstet sei, werde sich Ungarn anders verteidigen als bei der ersten Welle im Frühjahr, sagte Orbán. Deshalb fordere die Regierung diesmal die Menschen nicht auf, zu Hause zu bleiben, sondern lediglich soziale Distanzierungsrichtlinien und Hygienevorschriften zu beachten, sagte er.

Im Hinblick auf die zweite Pandemiewelle sagte Orbán, der Herbst werde „ganz im Zeichen der Verteidigung“ stehen, und die tägliche Infektionsrate werde wahrscheinlich über 1.000 liegen. Er forderte die jungen Menschen auf, ebenfalls vorsichtig zu sein, um eine Ansteckung ihrer Eltern und Großeltern zu verhindern.