Weinfest Juhfark am Somló

Somló und Juhfark sind untrennbar miteinander verbunden. Einst war zwar die ungarische Weißweintraube Juhfark – Lämmerschwanz – in weiten Teilen des Landes zu finden, während der Reblaus-Plage Ende des 19. Jahrhunderts verschwand sie aber fast überall.



Heute ist Juhfark auf etwa 200 Hektar Fläche lediglich noch in der Weinregion Somló und vereinzelt in den Weinregionen Balatonfüred-Csopak, Mecsekalja und Etyek-Buda zu finden. Juhfark gilt hierzulande als eine der ältesten Rebsorten, ihr Ursprung ist umstritten. Manche gehen davon aus, dass der Lämmerschwanz aus der Steiermark stammt und früh in Ungarn eine Heimat fand. Nach ihrem Niedergang wird die Traube nicht mehr in großem Maßstab gekeltert, einige Winzer bemühen sich jedoch sehr, diese großartige Rebsorte zu erhalten. Dank seiner Böden und seines Klimas ist das Weinanbaugebiet am Vulkankegel Somló nördlich des Balaton der Hauptanbauort.

Der Name Juhfark leitet sich von der langen, zylindrischen Form der Trauben ab, die sich an ihrem Ende krümmen. Die Rebe bringt relativ hohe Erträge, ist aber auch frostempfindlich und fäulnisanfällig. Die Trauben werden Ende September bis Mitte Oktober gelesen. Der größte Vorteil der Sorte ist es, dass sie mit ihrem Aroma und Geschmack die Eigenschaften des Standortes, insbesondere den mineralischen Charakter des Vulkangesteins am Somló, perfekt wiedergibt. Aus dieser Traube werden vollmundige, trockene Weißweine gekeltert. Im Fass gereift, bringt Juhfark elegante und komplexe Weine hervor.

Am 17. Oktober 2020 findet am Somló zum fünften Mal die größte Präsentation von Juhfark statt. Besucher haben im Tornai Pincészet, Somlójenő, Somló hegy 1242, die Möglichkeit, die besten Weine der letzten Jahrgänge von 13 Winzern zu probieren und alles über die außergewöhnliche Traube zu erfahren. Neben Verkostungen stehen Workshops, Weinbergtouren, Weindinner, Besuche von Kellern u.v.m. auf dem Programm. Die Grillküche bereitet zu den Weinen passende Gerichte zu.

Die teilnehmenden Keller – teilweise mit Unterkünften – sind: Barcza Pincészet, Bogdán Birtok, Csordás-Fodor Borház, Fekete Pince, Hegedűs-Szabó Pincészet, Kolonics Pincészet, Kőfejtő Pince, Kreinbacher Birtok, Somlói Vándor, Szalai Pince, Tomcsányi Családi Birtok, Tornai Pincészet und als Gast Dobosi Pincészet aus Szentantalfa.

Das ausführliche Programm und Tickets unter: www.tornaipince.hu