THW-Coach Jicha: «Es geht darum, den Handball zu retten»

Trainer Filip Jicha von Handball-Rekordmeister THW Kiel rät seinen Spielern auch in der Corona-Krise zur Teilnahme an den Länderspielen ihrer Nationalmannschaften.

«Es geht darum, den Handball zu retten», sagte Jicha der «Sport Bild». Anfang November stehen die ersten Qualifikationsspiele für die Europameisterschaft im Jahr 2022 in Ungarn und der Slowakei auf dem Programm, im kommenden Januar soll die Weltmeisterschaft in Ägypten ausgespielt werden.

«Erholung würde den Spieler guttun, ganz klar. Sie sind keine Maschinen. Und wir haben englische Wochen von Saisonanfang bis -ende», sagte der 38-jährige Tscheche weiter. Seine Schützlinge spielten am vergangenen Samstag bei der HSG Nordhorn, sollten am Mittwochabend die Champions-League-Partie gegen Telekom Veszprem aus Ungarn bestreiten und stehen am Sonntag wieder gegen GWD Minden auf dem Feld.

Trotz der Belastung sagte Jicha: «Aber auf der anderen Seite müssen wir alles tun, um unsere Sportart zu präsentieren. Wir brauchen solche Höhepunkte wie eine WM. Insofern müssen wir da durch.»

Im Streit um die Abstellung von Handball-Nationalspielern fordert Bob Hanning von den Nationalverbänden klare Konzepte zum bestmöglichen Schutz der Profis. Er hoffe, «dass alle sehr sorgsam miteinander umgehen werden und dass wir in die Situation kommen werden, dass klare Bedingungen erfüllt sind», sagte der Geschäftsführer der Füchse Berlin im Podcast «Kreis Ab». Dem 52-Jährigen geht es bei der Abstellung von Nationalspielern konkret darum, wie ein Länderspiel «stattfinden kann und wie auch eine Rückreise gewährleistet werden kann».

Zuletzt hatte die Bundesliga (HBL) mit ihren Vereinen ein Musterschreiben an die Nationalverbände erarbeitet, in dem die Clubs ihre Bedenken deutlich zum Ausdruck bringen. Die größte Sorge der Vereine ist, dass ihre Spieler nach der Rückkehr vom jeweiligen Nationalteam in Quarantäne müssen. Hanning hat bereits konkrete Ideen, wie die Nationalverbände das Risiko in Zeiten der Corona-Pandemie minimieren könnten.

«Ich denke da zum Beispiel an einen privaten Jet. Ich denke daran, dass die Spieler in einem Hotel zusammengefasst werden und mit diesem Jet abends zurückfliegen. Und dass die Zuschauerzahl auf ein Minimum reduziert wird. Dann wären die größten Risiken ausgeschlossen», sagte er. Um solche Wege müssten sich die Verbände jetzt einfach bemühen.

Auf die Frage, wer etwa für die deutschen Nationalspieler eine solche Rückreise finanzieren solle, hatte Hanning ebenfalls eine Antwort. «Das zahlt der Deutsche Handballbund, weil der DHB letztlich auch dafür verantwortlich ist, dass die deutschen Nationalspieler sicher nach Hause kommen», sagte er. «Viel wichtiger ist, dass das Land, wo man hinfliegt, alles dafür tut, dass mit der Landung alle Hygienemaßnahmen maximal eingehalten werden.»

Trainer Filip Jicha von Handball-Rekordmeister THW Kiel rät seinen Spielern auch in der Corona-Krise zur Teilnahme an den Länderspielen ihrer Nationalmannschaften.

«Es geht darum, den Handball zu retten», sagte Jicha der «Sport Bild». Anfang November stehen die ersten Qualifikationsspiele für die Europameisterschaft im Jahr 2022 in Ungarn und der Slowakei auf dem Programm, im kommenden Januar soll die Weltmeisterschaft in Ägypten ausgespielt werden.

«Erholung würde den Spieler guttun, ganz klar. Sie sind keine Maschinen. Und wir haben englische Wochen von Saisonanfang bis -ende», sagte der 38-jährige Tscheche weiter. Seine Schützlinge spielten am vergangenen Samstag bei der HSG Nordhorn, sollten am Mittwochabend die Champions-League-Partie gegen Telekom Veszprem aus Ungarn bestreiten und stehen am Sonntag wieder gegen GWD Minden auf dem Feld.

Trotz der Belastung sagte Jicha: «Aber auf der anderen Seite müssen wir alles tun, um unsere Sportart zu präsentieren. Wir brauchen solche Höhepunkte wie eine WM. Insofern müssen wir da durch.»

Im Streit um die Abstellung von Handball-Nationalspielern fordert Bob Hanning von den Nationalverbänden klare Konzepte zum bestmöglichen Schutz der Profis. Er hoffe, «dass alle sehr sorgsam miteinander umgehen werden und dass wir in die Situation kommen werden, dass klare Bedingungen erfüllt sind», sagte der Geschäftsführer der Füchse Berlin im Podcast «Kreis Ab». Dem 52-Jährigen geht es bei der Abstellung von Nationalspielern konkret darum, wie ein Länderspiel «stattfinden kann und wie auch eine Rückreise gewährleistet werden kann».

Zuletzt hatte die Bundesliga (HBL) mit ihren Vereinen ein Musterschreiben an die Nationalverbände erarbeitet, in dem die Clubs ihre Bedenken deutlich zum Ausdruck bringen. Die größte Sorge der Vereine ist, dass ihre Spieler nach der Rückkehr vom jeweiligen Nationalteam in Quarantäne müssen. Hanning hat bereits konkrete Ideen, wie die Nationalverbände das Risiko in Zeiten der Corona-Pandemie minimieren könnten.

«Ich denke da zum Beispiel an einen privaten Jet. Ich denke daran, dass die Spieler in einem Hotel zusammengefasst werden und mit diesem Jet abends zurückfliegen. Und dass die Zuschauerzahl auf ein Minimum reduziert wird. Dann wären die größten Risiken ausgeschlossen», sagte er. Um solche Wege müssten sich die Verbände jetzt einfach bemühen.

Auf die Frage, wer etwa für die deutschen Nationalspieler eine solche Rückreise finanzieren solle, hatte Hanning ebenfalls eine Antwort. «Das zahlt der Deutsche Handballbund, weil der DHB letztlich auch dafür verantwortlich ist, dass die deutschen Nationalspieler sicher nach Hause kommen», sagte er. «Viel wichtiger ist, dass das Land, wo man hinfliegt, alles dafür tut, dass mit der Landung alle Hygienemaßnahmen maximal eingehalten werden.»

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