RB Leipzig nach höchster Pleite vor zwei Spitzenspielen

Das erste Auswärtsspiel in der Königsklasse bei Man United ging für das Team von Julian Nagelsmann total daneben. Der Champions-League-Halbfinalist musste bei den Red Devils seine erste Pflichtspiel-Niederlage dieser Saison hinnehmen.

Die höchste Niederlage in der noch kurzen Champions-League-Geschichte wird für RB Leipzig schwer verdaulich sein. Zeit zum Jammern bleibt aber nicht.

Nach der Rückreise aus Manchester bleibt vor dem Spitzenspiel in Gladbach nur ein Trainingstag. Am nächsten Mittwoch kommt es dann in der Red Bull-Arena zur Neuauflage des Halbfinals vom August, als sich Paris Saint-Germain beim Final-Turnier in Lissabon mit 3:0 durchsetzte.

«Wir haben Lehrgeld gezahlt und müssen draus lernen», sagte RB-Cheftrainer Julian Nagelsmann und bezeichnete das 0:5 im Old Trafford gegen den englischen Rekordmeister United als «Packung». «Es ist schwer, Worte zu finden, wenn du 0:5 verloren hast», sagte Leipzigs Emil Forsberg, der nach der höchsten Auswärtsniederlage in der Königsklasse gleich in die Analyse überging: «Wir sind gut reingekommen ins Spiel, das Spiel mit dem Ball war erste Halbzeit gut, doch im letzten Drittel müssen wir bessere Lösungen finden. Wir haben auch ihre Verteidigung in der Box zu wenig unter Druck gesetzt.»

Nach zuletzt nur einem Punkt daheim gegen den FC Chelsea drehte Manchester voll auf und setzte seine fast zwei Jahrzehnte anhaltende Dominanz gegen deutsche Teams fort. Mason Greenwood (21. Minute), mit 19 Jahren der jüngste Spieler auf dem Platz, schoss die Red Devils vor der Geisterkulisse in Führung, ehe Marcus Rashford mit einem Dreierpack (73./78./90.+2) und Anthony Martial per Foulelfmeter (87.) den ersten Heimsieg in dieser Saison perfekt machten.

«Du kannst so ein Spiel mal verlieren, aber du darfst dann nicht ohne Gegenwehr die letzten drei Tore kriegen, weil das auch etwas mit Respekt zu tun hat», bilanzierte Nagelsmann. Die 15 Minuten nach dem 0:2 seien «die schlechtesten seit Langem» gewesen. Dreifach-Torschütze Rashford lobte vor allem die «große Team-Performance. Wir haben uns auch ohne Ball sehr gut bewegt, alle Jungs von der Bank waren heute sofort da».

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