Ohio vorsichtig positiv für Biden – Florida gut für Trump

Die ersten US-Bundesstaaten sind bereits ausgerufen. In den «Swing States» ist das Rennen eng. Florida könnte an Trump, Ohio an Biden gehen. Noch sind die Staaten aber «Too Close to Call».

Bei der US-Präsidentschaftswahl gab es in den ersten Stunden der Auszählung noch kein klares Bild.

In Ohio sah es zunächst so aus, als würde der Demokrat Joe Biden besser als erwartet abschneiden, in Florida standen die Zeichen eher auf einen Sieg für Donald Trump. In Umfragen hatten die Kandidaten in beiden Staaten eng beieinander gelegen.

Sollte sich Bidens Trend in Ohio bestätigen, wäre das für ihn ein gutes Zeichen für Staaten im Mittleren Westen wie Pennsylvania, Michigan und Wisconsin. Diese drei hatten Trump 2016 seinen knappen Wahlsieg beschert, alle sind von einer eher weißen Arbeiterbevölkerung geprägt.

Laut US-Medien schnitt Trump in Florida dagegen vor allem in Bezirken mit hohem Latino-Anteil gut ab. Besonders im bevölkerungsreichen County Miami-Dade erzielte sein Herausforderer Biden weniger Stimmen, als er voraussichtlich bräuchte, um den Staat zu gewinnen. Auch in North Carolina und Georgia zeichneten sich Vorteile für Trump ab. Der Republikaner ist auf alle drei Staaten dringend angewiesen, Biden hätte weitere Wege zum Sieg.

Wegen der Corona-Pandemie ist es in diesem Jahr schwierig, den Auszählungsstand während der Wahlnacht einzuschätzen. Viele Biden-Anhänger hatten erklärt, per Briefwahl abstimmen zu wollen. Wähler von Präsident Trump wollten eher am Wahltag ihr Votum abgeben. Die Bundesstaaten haben unterschiedliche Methoden dafür, wann sie welche Stimmen auszählen, so dass große Umschwünge im Laufe der Wahlnacht möglich sind.

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