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Ungarn will mit IWF doch wieder verhandeln

Ungarns Regierung hat seine Haltung nach dem Abbruch der Verhandlungen mit dem IWF im Juni offenbar geändert und zeigt sich wieder gesprächsbereit. Das Budapester Wirtschaftsministerium teilte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg mit, die Regierung werde im Herbst wahrscheinlich die Verhandlungen mit dem Internationalen Währungsfonds fortsetzen, und dabei werde auch eine Vereinbarung erwartet, schreibt die Zeitung „Népszabadság“ am Mittwoch (25.8.).

Noch vor nicht allzu langer Zeit hatte Ministerpräsident Vikrot Orbán nach dem Verhandlungsabbruch erklärt, der Kreditvertrag mit dem IWF laufe im Oktober aus, danach habe Ungarn mit dem Währungsfonds nichts mehr zu tun. EU, IWF und Weltbank hatten das Land 2008 mit einem Notkreditpaket vor dem Staatsbankrott gerettet. Bei den Verhandlungen im Juni war es um die Abrufung der nächsten Rate aus dem Paket gegangen, die jedoch durch den Abbruch nicht möglich war.