Orbán: 12 Mio. Impfstoffdosen dürften ausreichen

Ministerpräsident Viktor Orbán sagte in einem Interview mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, dass die 12 Millionen Impfstoffdosen, die Ungarn gegen das Coronavirus bestellt habe, voraussichtlich ausreichen würden, um die Epidemie einzudämmen – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Die Impfstoffe werden voraussichtlich Ende des Frühjahrs auf den Markt kommen, wobei das genaue Datum noch ungewiss ist. Er fügte hinzu, Impfstoffe seien eine Frage des Gesundheitswesens und keine politische Frage. Wenn bestimmte Länder bei der Entwicklung weiter vorangeschritten seien, dann sei es „sinnvoll“, dass auch Ungarn bei ihnen bestellen solle, sagte er und verwies auf die laufenden Gespräche mit China und Russland.

Orbán sagte, die günstigen Statistiken der letzten Tage seien kein Beweis dafür, dass die Coronavirus-Epidemie zurückgehe. Unter Bezugnahme auf eine kürzlich durchgeführte Konsultation mit der Landesamtsärztin sagte Orbán, die Zahl der Infektionen „könnte weiter zurückgehen, aber ebenso könnte sie wieder ansteigen“. Er forderte die Ungarn zu mehr Disziplin auf, „weil das Leben älterer Menschen in Gefahr ist und jedes Leben zählt“. Er sagte, die Zahl der Menschen im Krankenhaus sei hoch, aber das Gesundheitssystem sei noch nicht überlastet.

Orbán stellte fest, dass 1.150 Soldaten in Krankenhäusern dienen und weitere 1.150 in Bereitschaft sind. Er wies Vorwürfe zurück, die Regierung habe es versäumt, sich angemessen auf eine zweite Welle vorzubereiten. Der Ministerpräsident äußerte Zweifel an schnellen Coronavirus-Tests und sagte, die logistische Aufgabe, Tests in den kleinsten Ortschaften zu organisieren, sei schwierig, „aber wir sind vorbereitet“, und er stellte fest, dass 2.000 Studenten an den Operationen beteiligt seien. Orbán sagte, Massentests seien eine gute Vorbereitung auf Massenimpfungen.