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Ungarn wartet auf steuerfreien Pálinka

Die Saison der Obstlerproduktion hat sich in Ungarn dieses Jahr deutlich nach hinten verschoben. Erst vom 27. September an werden die Brennereien in Schwung kommen. Von da an nämlich ist die Herstellung des Pálinkas, wie das hochprozentige Getränk auf Ungarisch heißt, in einem bestimmten Rahmen steuerfrei. Alle Liebhaber des Getränks, die in Fässern das Obst zu Alkohol werden ließen, der anschließend in den vielerorts vorhandenen Schnapsfabriken zu Pálinka verarbeitet wird, stehen in den Startlöchern. Zweieinhalb Monate später als in anderen Jahren beginnt die alljährliche Pálinka-Saison.

Seitdem die Fidesz/KDNP-Fraktion im Parlament mit ihrer Zwei-Drittel-Mehrheit das neue Gesetz über die Steuerfreiheit der Pálinka-Herstellung in gewissen Grenzen durchgebracht hatte, wartet alles auf die Sparchance. Immerhin entfallen künftig je Liter 705 Forint (etwa 2,50 Euro) Alkoholsteuer nach dem Ende des Monats in Kraft tretenden Pálinkagesetzes jeder 86 Liter 50-prozentigen Pálinka auch zu Hause herstellen oder in einer Brennerei steuerfrei herstellen lassen kann.

Wer über die dennoch geltenden Bestimmungen unsicher ist, kann sich mit allen einschlägigen Fragen an den Zoll wenden. Sollte jemand aber beispielsweise falsche Angaben machen oder Daten verheimlichen, folgt eine Strafe und außerdem die Beschlagnahme der teurern Apparatur. Das gilt auch bei Überschreiten der vorgeschriebenen Höchstmenge, Schwarzverkauf oder Herstellung von anderem Schnaps als dem erlaubten Pálinka.