ADAC: Zweistelliger Sprung beim Spritpreis zum Jahreswechsel

Die Spritpreise in Deutschland sind weiter im Keller. Doch das Öl ist so teuer, wie März nicht mehr. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das auch an der Zapfsäule spürbar wird.

Noch tanken Autofahrer verhältnismäßig günstig, doch zum Jahreswechsel erwartet der ADAC einen kräftigen Sprung bei den Spritpreisen. Die aktuell gestiegenen Ölpreise haben an der Zapfsäule allerdings noch nicht durchgeschlagen, wie aus Zahlen des Verkehrsclubs vom Mittwoch hervorgeht.

Demnach kostete ein Liter Super E10 am Dienstag im bundesweiten Tagesmittel 1,204 Euro. Das sind 0,7 Cent weniger als eine Woche zuvor. Diesel verteuerte sich minimal um 0,1 Cent auf 1,063 Euro. Damit sind beide Kraftstoffe nach wie vor deutlich billiger als vor Beginn der Corona-Krise.

Doch die Preise könnten in nächster Zeit steigen: Der Ölpreis erreichte am Mittwoch die höchsten Stände seit März. Zudem werden zum Jahreswechsel gleich zwei Effekte den Spritpreis nach oben treiben, wie ein ADAC-Sprecher sagt: Zum einen der CO2-Preis von 25 Euro pro Tonne, der Diesel um rund 8 und Super E10 um rund 7 Cent teuerer machen wird. Zum anderen endet die Mehrwertsteuersenkung. Durch diese beiden Effekte geht der ADAC von einem Anstieg von 10 bis 11 Cent pro Liter beim Sprit aus.

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