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Tomatenparadies Ratgeber Garten – April

Garten-Ratgeber für den Monat April von Permakultur-Designer und Öko-Gärtner Walter Schneider für die Balaton Zeitung

Gartenarbeiten im April

Planen Sie Ihre Arbeiten und seien Sie flexibel, die Witterung ist wechselhaft und Kälteeinbrüche nicht selten. Folgende Arbeiten sind im April möglich:

Die Pflanzzeit beginnt wieder: Pflanzen Sie Rosen, Gehölze und Stauden.Machen Sie einen Mischkultur-Plan fürs Gemüsebeet.

– Sommerblumen säen, Gemüse wie Salat, Blumenkohl, Kohlrabi, Bleichsellerie und Knollenfenchel unter Glas oder Folie aussäen.

– Monatserdbeeren jetzt pflanzen. Schneiden Sie früh blühende Sträucher und binden Sie Jungtriebe von Kletterern an. Säen Sie auf Brachflächen Gründünger wie Senf und Leguminosen, überwinterte Gründüngerpflanzen werden in den Boden eingearbeitet.

– Jetzt ist die Zeit für Bauarbeiten: Steingarten, Wege, Gartenteich anlegen. Letzte Winterabdeckungen entfernen und Beete aufräumen. Neuen Rasen anlegen und alten Rasen belüften.

– Den Gartenteich reinigen. Auf die ersten Schädlinge achten: Schnecken, Gallmücken, Frostspanner, Blattläuse und Spinnmilben sind im Anmarsch. Ab Ende April beginnt die Rasenmähsaison!

Überwinterte Geranien

Wurzelnackt überwinterte Geranien können Sie im März wieder in gute, neue Beet- und Balkonerde eintopfen. Kürzen Sie die Wurzeln eventuell ein Stück ein. Sollten sich aufgrund zu hoher Temperaturen neue dünne Triebe gebildet haben, so entfernen Sie diese. Die Haupttriebe schneiden Sie bis auf 20 cm Länge zurück. Geranien sind sehr austriebsfreudig, auch aus älteren Trieben treiben sie wieder kräftig aus. Ins Freie kommen Geranien erst ab Mitte Mai, wenn kein Frost mehr droht.

Unkraut und Moos im Garten

Oft ist nicht optimale Pflege Ursache für Moos und Unkraut im Rasen. Wenn Sie ihn beispielsweise zu kurz halten, kann Unkraut schnell die Oberhand gewinnen. Eine optimale Schnitthöhe ist 3-5 cm. Wichtig ist auch ausreichende Düngung. Gras hat einen hohen Nährstoffbedarf, versorgen Sie es im März und Juli mit einem organischen Langzeitdünger. Bewährt hat sich auch das Vertikutieren, das Entfernen von Rasenfilz. Dieser bildet sich zum Beispiel, wenn sich Schnittgut und abgestorbene Pflanzenreste ansammeln. Vertikutiert wird im Frühjahr oder gegen Ende des Sommers. Häufig sind es die Standortbedingungen, die das Wachstum vom Gras behindern, aber ideale Voraussetzungen für Moos bilden. Hierzu zählen schattige und feuchte Bereiche. Moos wächst eben da, wo Gras nicht mehr wachsen kann. Da hilft nur Bodenbearbeitung oder Auslichten. Planen Sie an solchen Stellen lieber ein Staudenbeet mit schattenverträglichen Pflanzen.

Organische Dünger

Organische Dünger sind Substanzen pflanzlichen oder tierischen Ursprungs. Benannt werden sie nach den Ausgangsstoffen, aus denen sie hergestellt wurden. Organische Dünger sind sehr mild und geben die Nährstoffe wie Stickstoff nur langsam an den Boden ab. Sie sind also eine langsam fließende Nährstoffquelle.

Hornspäne und Hornmehle sind ein idealer, reiner Naturdünger. Je feiner gemahlen, desto schneller kann er von den Pflanzenwurzeln aufgenommen werden.

Guano, ein ganz hervorragender Dünger, besteht aus getrockneten und gemahlenen Vogelexkrementen. Neben den wichtigsten Pflanzennährstoffen sind in ihm viele wertvolle Spurenelemente und Mineralien enthalten – damit ist er ein idealer organischer Volldünger. Gesteinsmehle dienen mehr der Bodenverbesserung als der Düngung, sie sind also nur indirekte Nährstoffe. Mit der Anwendung im Garten können Sie aber nichts verkehrt machen, das gilt übrigens für fast alle Naturprodukte. Gesteinsmehle enthalten einen großen Anteil an Spurenelementen und Mineralien. Die Zusammensetzung kann sehr unterschiedlich sein.

Gießen, aber richtig

Besonders beim Gießen kann viel falsch gemacht werden. Hier die wichtigsten Regeln:

– Gießen Sie am besten morgens oder abends. Der Morgen ist zu bevorzugen. Besonders bei Schneckengefährdung.

– Die Erde darf nicht durchgehend nass sein. Verwenden Sie abgestandenes Wasser. Kaltes Leitungswasser schockt die Pflanze! Gießen Sie nur in die Erde, nicht über Blätter oder Blüten. Vor 10 Uhr gießen, damit die Pflanzen bei voller Sonne keinen Trockenheitsstress bekommen.

Und noch ein Tipp

Eine Mulchauflage von ca. 5cm erspart viel Gießarbeit, Wasser und Unkraut.

Aktuelles aus dem Tomatenparadies

Im April bitte vor einem Besuch anrufen, da ich in dieser Zeit viele Arbeiten außer Haus zu erledigen habe. In unserem Hofladen führen wir getrockneten Rainfarn, Brennesselpulver und Schachtelhalm.

Außerdem Bio Holundersirup, Säfte, Marmeladen und Kompotte aus ungespritzten Früchten, ab Mitte April verschiedene Minze-, Basilikum-, Oregano und Salbei Sorten, sowie Küchenkräuter, Essbare Blüten für Gourmets und hausgemachten Kefir mit original Kaukasischem Kefirpilz gezüchtet. Den Geschmacksunterschied muss man probiert haben.

Tomaten und Paprikapflanzen in vielen Sorten sind ebenfalls ab Mitte April im Verkauf.

Zu allen Fragen zu Permakultur, Bio Anbau, Tomaten und Paprika stehe ich persönlich, telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.

Informationen

Walter Schneider
Paradicsom – Kert Almásháza
8935 Almásháza, Béke ut. 23
Tel. 0036 (30) 9142456
tomatenparadies@vollbio.de
www.tomatenparadies.gmxhome.de
Öffnungszeiten: Im April nur nach telefonischer Absprache.