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Ungarns Bevölkerung schrumpft seit 31 Jahren

Ungarn hat ein demographisches Problem: Seit nunmehr 31 Jahren nimmt die Bevölkerung stetig ab, berichten Medien des Landes am Wochenende (2./3.4.) unter Berufung auf Aussagen der Präsidentin des Zentralen Statistischen Amtes bei einer informellen Beratung von Ministern, die für Demographie und Familien zuständig sind. Damit gehört Ungarn zu den EU-Staaten, wo die Fruchtbarkeit nicht das Niveau der Reproduktion erreicht. Ende vorigen Jahr sank die Zahl der Einwohner Ungarns erstmals unter die Zehn-Millionen-Grenze.

Eurostat, das statistische Amt der EU, fand heraus, dass die Bevölkerung der EU bis 2060 um 1,3 Prozent wachsen werde. Zwischen den Mitgliedsländern sei dabei mit teils großen Unterschieden zu rechnen und bei einzelnen Staaten werde der natürliche Schwund durch Zuwanderung ausgeglichen. Insgesamt werde der Anteil von Kindern im EU-Raum um 18, der von Jugendlichen in der Ausbildung um 24 und der von jungen Erwachsenen um 22 Prozent sinken. Dagegen steige der Anteil älterer Arbeitnehmer um 2 sowie der Bevölkerung im Alter über 80 Jahre auf das Dreieinhalbfache. Die Versorgung der Alten bedeute eine ernsthafte Sorge.