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Ungarn kann EU-Fördermittel leichter abrufen

Auch für Ungarn hat die EU die Bedingungen für die Abrufung von Fördermitteln erleichtert, berichtet das ungarische Wirtschaftsportal www.portfolio.hu unter Berufung auf die „Financial Times“. Nach dem offiziellen Kommunique der Europäischen Kommission müssen die sechs Länder, die in den Genuss der Maßnahme kommen, mit geringeren Eigenmitteln zu den Projekten beitragen, die gemeinsam mit der EU finanziert werden. Grund dafür sei, dass die Budgets der Staaten unter bedeutendem Druck stehen und so die Abrufung der Mittel sowie die Realisierung der Programme bislang auf Hindernisse stießen.

Im Falle Ungarns geht es dem Kommunique zufolge um eine Erleichterung im Wert von 308 Millionen Euro (rund 82 Milliarden Forint). Die sechs Staaten insgesamt können zu einer Lastenminderung von 2,884 Milliarden Euro gelangen. Wesen der Maßnahme sei, dass Griechenland, Irland, Portugal, Ungarn, Lettland und Rumänien zu erleichterten Bedingungen an die Unionsquellen gelangen können, die aus dem Kohäsionsfonds sowie den Fonds für Regionalentwicklung und Fischerei stammen. Die größte Erleichterung dabei ist, dass der Anteil des Unionsbeitrages 95 Prozent erreichen kann, was die Eigenmittel der betreffenden Länder bis auf 5 Prozent reduziert. Die Inanspruchnahme der Minderung der Eigenmittel ist an keine Sonderbedingungen geknüpft.

Größter Vorteil der EU-Entscheidung ist laut dem Kommunique, dass beträchtliche Mittel in die Wirtschaft gelangen, während die Kosten aus der Transfinanzierung den nationalen Budgets keine neuen Lasten aufbürden.