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Der Ziergarten im Juni – Ratgeber Garten – Juni 2012

Mulchen, Hecken schneiden, Rasendüngung, Rosen, Dachbegrünung, Vermehrung durch Steckhölzer, Mondkalender im juni 2012 uvm.

Was liegt an im Ziergarten?

„Zweijährige“ jetzt säen

Islandmohn (Papaver nudicaule), Stiefmütterchen (Viola wittrockiana), Edel-Gänseblümchen (Bellis,Tausendschön), Vergissmeinnicht (Mysotis) und Goldlack (Erysinum cheiri) sind typische Zweijährige, die jetzt gesät werden. Auch Fingerhut (Digitalis) und Bartnelken (Dianthus barbatus) gehören dazu.

Mulchen gegen Austrocknung

Bedecken Sie auf Staudenbeeten und besonders unter Sträuchern den Boden mit einer 4–6 cm hohen Mulchschicht aus angewelktem Rasenschnitt, angerottetem Frischkompost, Holzhäcksel oder Rindenmulch. Das verhindert Unkrautwuchs und hält den Boden länger feucht. Gießen Sie nicht in der Mittagshitze, sondern besser in den frühen Morgenstunden. Wassergaben am Abend locken Schnecken. Gießen Sie immer reichlich und durchdringend, dafür eher mit einer Pause von einigen Tagen.

Hecken in Form bringen

Wenn Anfang Juni alle Jungvögel die Nester verlassen haben, können Sie beginnen, die sommergrünen Hecken wie Hainbuche (Carpinus) und Liguster (Ligustrum) in Form zu schneiden.

Letzte Düngergabe

Stauden, Rosen und Rasen bekommen Mitte des Monats eine weitere Gabe organischen Düngers, damit das Wachstum bis in den Herbst anhält.

Pflege von Kübelpflanzen

Pflanzen in Töpfen und Kübeln haben nur eine geringe Erdmenge zur Verfügung und benötigen alle zwei Wochen flüssige Düngergaben und eine gleichmäßige Wasserversorgung. Sind Schädlinge sichtbar, so können Sie diese mit „Combi-Stäbchen“ oder „Granulaten“ unkompliziert bekämpfen.

Rosen

Damit Rosen aus Containern richtig anwachsen, sollte das Pflanzloch wenigstens zwei- bis dreimal so groß sein wie das Gefäß und noch einen Spatenstich tiefer. Lockern Sie die Wurzeln und schneiden Sie die Spitzen mit der Schere an.

Rosen ausputzen

Gegen Ende des Monats kann schon der erste Rosenflor vorbei sein. Schneiden Sie die Triebe dann zurück. Zählen Sie von oben bis zum dritten ausgebildeten Blatt. Dort wartet in der Blattachsel schon ein mit Nährstoffen gut versorgtes Auge, um bald erneut zu blühen.

Rosen erneut düngen

Dauerblühende Pflanzen benötigen viele Nährstoffe. Es empfiehlt sich daher, z.B. öfter blühende Rosen nochmals mit organischem Dünger zu versorgen, damit sie Energie für einen weiteren Blütenflor erhalten.

Rückschnitt fördert zweite Blüte

Margeritenstämmchen und Stauden sollten Sie nach der Blüte ausputzen und zurückschneiden, um ihre Blühkraft zu erhalten. Viele Stauden blühen ein zweites Mal, z.B. Rittersporn (Delphinium-Hybriden) oder Brennende Liebe (Lychnis chalcedonica). Auch Sommerblumen zeigen einen zweiten Flor, z.B. Nemesien (Nemesia), Ringelblumen (Calendula) und Schleifenblumen (Iberis).

Balkonpflanzen wöchentlich oder auf Vorrat düngen

Kübelpflanzen und einjährige Balkonblumen werden bis August wöchentlich gedüngt, soweit man keinen Langzeitdünger verwendet, um die Blühfreudigkeit anzuregen bzw. zu erhalten.

Jetzt teilen

Frühjahrsblühende Polsterstauden können Sie jetzt ebenfalls zurückschneiden und teilen.

Frisch Gepflanztes gut wässern

Schönwetterperioden bedeuten für viele frisch gepflanzte Balkon- und Ampelpflanzen zunächst einmal Stress. Achten Sie deshalb darauf, dass der Topfballen nicht austrocknet.

Gegen Blühpausen rechtzeitig düngen

Wer organischen Dünger bevorzugt, muss jetzt die Pflanzen versorgen, damit sich die Umsetzung in pflanzenverfügbare Nährstoffe rechtzeitig vollzogen hat, bevor Nährstoffmangel auftritt. Bekannt für Blühpausen sind einige Sorten von Fuchsien (Fuchsia), die sich nach dem anfänglichen Blütenrausch regenerieren müssen. Also früh mit dem Düngen beginnen und kontinuierlich fortführen, das betrifft ganz besonders die viel bestaunten üppigen ‘Surfinia’-Hängepetunien (Petunia), die jede Woche eine Düngergabe brauchen!

Verblühtes ausschneiden

Schneiden Sie verblühte Triebe von Stauden, Sträuchern und Rosen einmal wöchentlich ab. Das regt bei einigen Stauden oder bei Rosen den Nachflor an.

Nahrungsangebot für Nützlinge

Einfache (ungefüllte) Blüten locken Insekten und damit auch viele Nützlinge an, die sich von Pollen und Nektar ernähren. Gefüllte Blüten bieten dagegen wenig oder gar keine Nahrung. Nützlinge wie Schwebfliege und Florfliege brauchen jedoch Blütenpflanzen als Nahrungsquelle. Ihre Larven dagegen sind gute Blattlausvertilger und fressen auch andere kleine saugende Schadinsekten. Ausreichend Nahrungspflanzen für Insekten sorgen also für ein biologisches Gleichgewicht im Garten.

Dachbegrünung bodennah

Topfscherben, Dachziegel und durchlöcherte Steine müssen nicht auf den Müll. Vielmehr ergeben sie ein originelles Baumaterial für Dachbegrünung „en miniature“. Man bringt sie in Schräglage, füllt ungedüngten sandig lehmigen Boden ein und pflanzt Rosetten von Dachwurz (Sempervivum), Teppich-Sedum (Sedum spurium) oder Steinbrech (Saxifraga) hinein. Steine dienen als Halt, damit das Beet weder abrutscht noch durch Regen ausgewaschen wird. Die auffällig geformten oder blühenden Pflanzen fallen oft als Überschuss im Steingarten an.

Per Steckholz Sträucher selbst vermehren

Viel Spaß macht es, Gehölze selbst zu vermehren. Sobald der erste Schub an Blattwerk festere Struktur bekommt, aber noch nicht verhärtet, können Sie die Gelegenheit zum Stecken von ausgereiften Triebspitzen nutzen.Lebensbaum (Thuja), Wacholder (Juniperus), alle Arten von Immergrünen, wie z.B. Buchsbaum (Buxus), Rhododendron (Rhododendron) oder Kamelien (Camellia), auch Zitrusgewächse (Citrus) für die Kübel und Kletterpflanzen, wie z.B. Waldreben (Clematis) und Jelängerjelieber (Lonicera), werden jetzt in feuchtes Vermehrungssubstrat gesteckt. Bei hoher Luftfeuchte (mit Vlies überdecken) und warmen Temperaturen bilden sich schnell Kallus (Wundgewebe) und neue Wurzeln.

Was liegt an im Gemüsegarten?

Fast zu schön, um ihn dem Gemüsebeet zu klauen, ist der Minarettkohl, der jetzt heranreift. Spargel und Rhabarber haben noch ein paar gute Tage Zeit, die Basis für leckere Gerichte zu liefern. Ab dem 24. Juni ist mit der Ernte aber Schluss, damit die Pflanzen neue Kraft schöpfen können. Für sonnige Beete im Herbst eignet sich der Knollenfenchel, der jetzt gesät werden kann.

Gemüse mit Zierwert

Besonders zart und von hervorragender Qualität sind Blumenkohl und Brokkoli für die Herbsternte.

Der Mondkalender im Juni 2012

Fruchttage: 5, 6, 15, 16, 24, 25. An Fruchttagen im zunehmenden Mond ist das Säen, Pflanzen und Ernten von fruchttragenden Pflanzen besonders begünstigt. Bei abnehmendem Mond Schnittarbeiten. Wurzeltage: 1, 7, 8, 17, 18, 19, 26, 27, 28. Die Wurzeltage sind besonders günstig zur Aussaat, Pflanzung und Pflege von Wurzel- und Knollengemüse. Blütentage: 2, 3, 9, 10, 11, 20, 21, 29, 30. Blütentage wirken sich positiv auf Pflegearbeiten und Aussaat von Blumen und Blütenpflanzen, sowie Heil- und Küchenkräutern bei denen die Blüten Verwendung finden aus.Blatttage: 4, 12, 13, 14, 22, 23. An Blatttagen sollten Salate, Blattgemüse und Kräuter bei denen das Blattwerk Verwendung findet gesät und gepflanzt werden.

Markttage

Öko- und Künstler-Markt in Kehidakustány, Mediterran Ételbar, Kossuth L. u. 63, 1. und 3. Samstag von 9.00 – 13.00 Uhr.

Jeden Sonntag sind wir mit unseren Produkten auf dem Ökomarkt in Káptalantóti von 8.00 bis 14.00 Uhr vertreten.

Jeden Donnerstag von 13.00 bis 18.00 Uhr und jeden Dienstag und Samstag in Heviz auf dem neuen Ökomarkt am großen Parkplatz von 8.30 bis 13.00 Uhr.

Neuer Markt am Jatek Strand in Gyenesdias: Samstag von 14.00 bis 19.00 Uhr.

Stammtisch in Kehida

Jeden Donnerstag findet der Stammtisch für Hobbygärtner und Naturfreunde ab 19.00 Uhr im Restaurant Mediterran Etelbar in Kehidakustány statt.

Aktuelles aus dem Tomatenparadies

Unser Hofladen ist 2012 nur nach telefonischer Vereinbarung unter 06-30-9142456 geöffnet.

Im Angebot sind naturbelassene Marmeladen aus Wild- und Kulturfrüchten, Frucht- und Gewürzessig auf Apfel-Kombucha-Basis, Knoblauch-Ingwer-Elixier, Holunder-, Spitzwegerich-, Fichtennadel- und Löwenzahn-Sirup, Sanddorn-, Holunderbeer-, Hagebutten-, Schlehen- und Sauerkirsch-Sirup ohne Zucker, mit Stevia gesüßt. Gelee und Säfte sowie natürliche Pflanzenstärkungs- und Hilfsmittel, Mulchfolie und Verfrühungsvließ. Die Lebensmittel können auch auf den Märkten probiert und gekauft werden.

Die Pflanzenstärkungs- und Hilfsmittel, Mulchfolie und Verfrühungsvließ, getrocknete Brennesseln, Schafgarbe und Schachtelhalm als Tee und als Pflanzenhilfsmittel, sowie das für Haustiere und Nützlinge ungiftige Ferramol zur Schneckenbekämpfung bringen wir gerne nach telefonischer Absprache zum jeweiligen Markt mit.

Informationen

Walter Schneider
Paradicsom – Kert Almásháza
8935 Almásháza, Béke ut. 23
Tel. 0036 (30) 9142456
tomatenparadies@vollbio.de
www.tomatenparadies.gmxhome.de