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Gartenarbeiten im August – Ratgeber Garten – August 2012

Mulchen mit Rasenschnitt, Blattfall im Hochsommer, Platzen der Tomatenfrüchte, Gurken „jung“ ernten, keine Angst vor Blattläusen, Clematiswelke vorbeugen und Clematis pflanzen, Bodendecker, Rosendüngung, Herbststauden, Mondkalender im August 2012 uvm.

Der Gemüsegarten

Mit angewelktem Rasenschnitt mulchen

Rasenschnittgut ergibt gutes Mulchmaterial für Gemüsebeete, es verhindert die Verdunstung und fördert das Bodenleben. Das Material wird 3–4 cm hoch (nicht dicker) aufgebracht. Auf den Kompost sollte man Rasenschnitt nur angewelkt geben, sonst fault er und bildet Klumpen, die nur langsam verrotten.

Blattfall im Hochsommer

Dass die meisten unserer Laubbäume im Oktober die Blätter verlieren, wird als normale Entwicklung angesehen. Verlieren Obst- und Ziergehölze aber schon im August einen größeren Teil ihrer Blätter, sind viele Gartenbesitzer beunruhigt.

Früher Laubfall kann unterschiedliche Ursachen haben. Einerseits veranlassen längere Trockenphasen die Bäume zum vorzeitigen Laubabwurf. Andererseits lassen verschiedene Gehölze auch in feuchten Sommern frühzeitig ihre Blätter fallen, weil pilzliche Lauberkrankungen die Blätter schneller altern lassen.

Typische Beispiele für solchen vorzeitigen Blattfall durch Pilze sind die Sprühfleckenkrankheit der Kirsche und der Sternrußtau an Rose. Beide Blattfleckenerreger können bei starkem Auftreten dafür sorgen, dass die Gehölze schon Ende Juli völlig entblättert sind.

Auch Apfel- und Birnenschorf oder Pflaumenrost lassen die Blätter schneller altern. Allerdings führen diese Pilzkrankheiten nicht zu massivem Blattfall. In der Regel vertragen Bäume und Sträucher den frühzeitigen Blattverlust gut und treiben im kommenden Jahr wieder normal aus.

Platzen der Tomatenfrüchte

In manchen Jahren treten an Tomatenfrüchten Risse in der Schale auf, wobei vor allem Sorten mit sehr dünner Fruchtschale betroffen sind. Diese Erscheinung gehört zur Gruppe der nicht parasitären Schäden. Es sind also keine Krankheitserreger oder Schädlinge beteiligt. Das Aufreißen der Fruchtschale wird durch Schwankungen des Gewebedrucks, hervorgerufen. In den meisten Fällen treten die Symptome bei unregelmäßiger Wasserversorgung auf.

Durch ausgewogene Wassergaben kann man die Schäden zwar reduzieren, aber normalerweise nicht verhindern, da neben der Wasserversorgung des Bodens auch die Luftfeuchte einen deutlichen Einfluss auf diese Erscheinung hat.

Gurken „jung“ ernten

Je öfter Sie Gurken abpflücken, desto schneller wachsen neue Früchte nach. Lassen Sie Salatgurken daher nicht voll auswachsen und pflücken Sie Einlegegurken möglichst früh in kleinen Sortierungen (z.B. 6–9 cm). Haben Sie jungfernfrüchtige (parthenocarpe) Sorten gesät, bilden sich Früchte ohne Bestäubung in enormer Menge und von guter Qualität, sofern die Triebe und der Wurzelbereich beim vorsichtigen Pflücken geschont bleiben.

Für die Ernte im Herbst und zur Überwinterung stehen noch schnellwüchsige Gemüse auf dem Saat- und Pflanzzettel, ebenfalls solche, die erst im Kurztag Blätter und Köpfe bilden. Radieschen, Winterrettiche, Spinat und Petersilie sind hierfür die Standardgemüse, Überwinterungszwiebeln, Teltower oder Mairübchen, Löffelkraut und Salatrauke gehören eher zu den Spezialitäten.

Vorgezogene Pflanzen von Fenchel, Kohlrabi, Endivien und Salaten können bis zum Frost noch viel Ertrag bringen.

Keine Angst vor Blattläusen

Im Juli zeigen Obstbäume manchmal noch starken Blattlausbefall. Für den ökologisch denkenden Gärtner ist eine Bekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln jedoch ohnehin nicht sinnvoll. In der Zeit von Mitte Juni bis Mitte Juli ist nämlich die Hauptentwicklungszeit vieler Blattlausarten abgeschlossen. Aber auch aus einem anderen Grund sollte man jetzt in Obstbäumen keine Pflanzenschutzmittel mehr einsetzen. Nützlinge, allen voran Schwebfliegenlarven und Marienkäfer, konnten sich in den vorangegangen Wochen gut vermehren und räumen jetzt massiv in den Blattlauskolonien auf.

Spritzungen zum jetzigen Zeitpunkt schädigen nicht nur Blattläuse, sondern auch ihre natürlichen Gegenspieler. Außerdem lassen sich Verkrüppelungen an Blättern und Trieben durch Pflanzenschutzmittel ohnehin nicht rückgängig machen.

Der Ziergarten im August

Clematiswelke vorbeugen

Ein großes Problem, das die Freude an den romantischen Waldreben (Clematis) verderben kann, ist die Welkekrankheit. Sie befällt vor allem die großblütigen Hybriden, weniger die im Herbst blühenden Sorten aus der „Viticella-Gruppe“. Gegen die Welke ist noch kein Pflanzenschutzmittel zugelassen, doch bei tiefer Pflanzung ist die Chance gut, dass sich die Pflanzen wieder erholen.

Jetzt Clematis pflanzen

Jetzt ist eine günstige Pflanzzeit für die Clematis: Heben Sie das Pflanzloch ca. 35 cm tief aus und füllen Sie etwas Sand als Drainage gegen Staunässe ein. Liegt das erste Augenpaar ca. 10 cm unter der Oberfläche, kann die Pflanze im Fall von Welkekrankheit wieder ausschlagen und sich erholen. Ein kleiner Busch davor gepflanzt, z.B. Zwergstechpalme (Ilex crenata), Großblütiges Johanniskraut (Hypericum calycinum) oder Buchsbaum (Buxus), versorgt den Fuß der Waldrebe mit leichtem Schatten.

Bodendecker – pflegeleichte Freunde

Bodendecker sollen wie ein dichter Teppich die Fläche schnell und gleichmäßig schließen, selbst wenig Arbeit verursachen, immer adrett aussehen und nicht unter fallenden Blättern verrotten. Neue Sorten von Fetthenne (Sedum), Ziererdbeere (Fragaria), Günsel (Ajuga) und Purpurglöckchen (Heuchera) sorgen dafür, dass Gartenbeete bis zum Winter in bunten Farben schwelgen können. Für die Blüte im Herbst können Sie jetzt noch den Chinesischen Bleiwurz (Ceratostigma plumbaginoides, auch Kriechende Hornnarbe genannt) pflanzen. Von September an, dann aber reichlich, sind die zahlreichen 30 cm hohen Triebe mit enzianblauen Blüten besetzt. Sie trotzen heißer Sonne und kalten Wintern, überwallen Mauern, bedecken Flächen in Steingärten, an Wegen, auf sandigem oder auch in lehmigem Boden.

Letzter Termin für die Rosendüngung

Oft werden Rosen und Gehölze noch zu spät gedüngt, wodurch sich das Ausreifen der Triebe verzögert und die Pflanzen anfällig gegen Frostschäden werden. Spätester Zeitpunkt für die Düngung ist Anfang August.

Herbststauden stützen und düngen

Auch Staudenbeete und Beetpflanzen bekommen eine letzte Düngung. Dahlien (Dahlia), Sonnenbraut (Helenium) und hohe Astern (Aster) benötigen Halt durch Stäbe. Denken Sie beim Anbinden an die nachfolgenden Triebe von Rittersporn (Delphinium), die schnell wachsen und gleich mit gestützt werden können.

Der Mondkalender im August 2012

Fruchttage: 8, 9, 17, 18, 19, 26, 27, 28. An Fruchttagen im zunehmenden Mond ist das Säen, Pflanzen und Ernten von fruchttragenden Pflanzen besonders begünstigt. Bei abnehmendem Mond Schnittarbeiten. Wurzeltage: 1, 2, 10, 11, 12, 20, 21, 22, 29, 30. Die Wurzeltage sind besonders günstig zur Aussaat, Pflanzung und Pflege von Wurzel- und Knollengemüse. Blütentage: 3, 4, 13, 14, 15, 23, 31. Blütentage wirken sich positiv auf Pflegearbeiten und Aussaat von Blumen und Blütenpflanzen, sowie Heil- und Küchenkräutern bei denen die Blüten Verwendung finden aus.Blatttage: 5, 6, 7, 16, 24, 25 neutral. An Blatttagen sollten Salate, Blattgemüse und Kräuter bei denen das Blattwerk Verwendung findet gesät und gepflanzt werden.

Markttage

Jeden Sonntag sind wir mit unseren Produkten auf dem Ökomarkt in Káptalantóti von 8.00 bis 14.00 Uhr vertreten.

Jeden Dienstag und Samstag in Heviz auf dem neuen Ökomarkt am großen Parkplatz von 8.30 bis 13.00 Uhr.

Neuer Markt am Jatek Strand in Gyenesdias: Samstag von 14.00 bis 19.00 Uhr.

Stammtisch in Kehida

Im Juli findet der Stammtisch für Hobbygärtner und Naturfreunde wieder regelmäßig Donnerstags ab 19.00 Uhr im Restaurant Mediterran Etelbar in Kehida Kustany statt.

Es wird übrigens nicht nur über Garten und Natur gesprochen. Inzwischen ist dies ein themenoffener Stammtisch und die Wirtin ist auch gerne bei Behördenschreiben und ähnlichem dank Ihrer Erfahrung behilflich.

Aktuelles aus dem Tomatenparadies

Unser Hofladen ist 2012 nur nach telefonischer Vereinbarung unter 06-30-9142456 geöffnet.

Im Angebot sind naturbelassene Marmeladen aus Wild- und Kulturfrüchten, Frucht- und Gewürzessig auf Apfel- Kombucha Basis, Knoblauch- Ingwer-, Bärlauch-, und Rosskastanien Elixier, Holunder-, Spitzwegerich-, Fichtennadel-, und Löwenzahn-Sirup, Sanddorn-, Holunderbeer-, Hagebutten-, Schlehen- und Sauerkirsch Sirup ohne Zucker, mit Stevia gesüßt. Gelee und Säfte sowie weitere Gesundheits-Lebensmittel aus der Apotheke Gottes. Natürliche Pflanzen- Stärkungs und Hilfsmittel, Mulchfolie und Verfrühungsvließ.

Die Lebensmittel können ohnehin auf den Märkten probiert und gekauft werden.

Die Pflanzen- Stärkungs und Hilfsmittel, Mulchfolie und Verfrühungsvließ, Getrocknete Brennesseln, Schafgarbe und Schachtelhalm als Tee und als Pflanzenhilfsmittel, sowie das für Haustiere und Nützlinge ungiftige Ferramol zur Schneckenbekämpfung bringe ich gerne nach telefonischer Absprache zum jeweiligen Markt mit.

Informationen

Walter Schneider
Paradicsom – Kert Almásháza
8935 Almásháza, Béke ut. 23
Tel. 0036 (30) 9142456
tomatenparadies@vollbio.de
www.tomatenparadies.gmxhome.de