Orbán: Impfstoff aus China ist entscheidend

Die Impfungen in Ungarn könnten sich beschleunigen, wenn die Behörden den Impfstoff von Sinopharm genehmigen, eine Entscheidung, die innerhalb weniger Tage getroffen werden könnte, sagte Ministerpräsident Viktor Orbán – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Orbán sagte, Ungarn sei in der Lage, einen chinesischen Impfstoff in großen Mengen zu erhalten, aber zuerst müsse die ungarische Gesundheitsbehörde ihn genehmigen. Er fügte hinzu, dass die Behörde hoffentlich innerhalb der nächsten Tage eine klare Antwort geben werde. „Wir können mit dem Impfen der Menschen nicht schneller vorankommen, nicht weil das ungarische Gesundheitswesen nicht in der Lage ist, Massenimpfungen schnell durchzuführen, sondern weil wir einen Mangel an Impfstoffvorräten haben“, sagte der Ministerpräsident in einem Interview mit dem öffentlich-rechtlichen Sender „Kossuth Rádió“.

Er merkte an, dass bisher 105.728 Menschen in Ungarn geimpft wurden, während Großbritannien nach dem Brexit bereits etwa 4% seiner Bevölkerung geimpft hat. „Die Impfrate in der EU liegt unter 1%, weil es hier nicht genug Impfstoffe gibt“, sagte Orbán.

Unterdessen kündigte Orbán an, dass Ungarn unter 25 Jahren ab dem 1. Januar 2022 keine Einkommenssteuer mehr zahlen müssen. Die Maßnahme wird den Haushalt 130-150 Milliarden Forint (363-420 Mio. EUR) kosten. Die volle Steuerbefreiung würde bis zur Schwelle eines durchschnittlichen Gehalts gelten.