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Maas setzt auf Neuanfang in den Beziehungen zur Türkei

Nächste Woche wollen Griechenland und die Türkei erstmals seit 2016 wieder über ihren Gebietskonflikt im östlichen Mittelmeer verhandeln. Kurz vorher reist Außenminister Maas nach Ankara, um zu zeigen, wie wichtig diese Gespräche Deutschland und der EU sind.

Nach der Entschärfung des Erdgas-Streits im östlichen Mittelmeer hofft Außenminister Heiko Maas auf einen Neuanfang in den angeschlagenen Beziehungen zwischen der EU und der Türkei.

«Jetzt geht es darum, aus den schwierigen Diskussionen des letzten Jahres herauszukommen», sagte Maas am Montag nach einem Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu. Man müsse nun nach vorne schauen. «Ich würde mir sehr, sehr wünschen, dass die Beziehungen zwischen der EU und der Türkei besser werden, vertieft werden, alle Möglichkeiten und Potenziale genutzt werden.»

Cavusoglu sagte, das Gespräch mit Maas habe in einer «positiven Atmosphäre» stattgefunden. Auch die Beziehungen zu der EU hätten sich verbessert. Er hoffe, dass diese Atmosphäre Bestand habe. Cavusoglu warf Griechenland aber erneut vor, die Türkei unter anderem mit militärischen Übungen zu provozieren: «Aber leider macht Griechenland auch in dieser Phase weiter mit seinen Provokationen», sagte er. Auf mögliche neue Sanktionen gegen die Türkei angesprochen sagte er: «Wir sind kein Land, das sich vor Sanktionen fürchtet.»

Der Streit zwischen dem EU-Mitglied Griechenland und der Türkei um Erdgasvorkommen im Mittelmeer wäre im vergangenen Jahr fast militärisch eskaliert. Er hatte zu einer drastischen Verschlechterung des Verhältnisses zwischen der Europäischen Union geführt. Die EU hatte Sanktionen verhangen, harte Strafmaßnahmen blieben jedoch aus. Beim EU-Gipfel im März soll erneut darüber beraten werden.

Seit einigen Wochen setzt die Türkei auf Entspannung und hat den Weg dafür frei gemacht, dass am 25. Januar die 2016 abgebrochenen Gespräche mit Griechenland über eine Lösung des Konflikts wiederaufgenommen werden.

Maas sagte, das sei ein erster Schritt in die richtige Richtung und ein «gutes Signal für die Stabilität der ganzen Region». Das Fenster für eine diplomatische Lösung sei damit wieder einen Spalt geöffnet.

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