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Gemüsegarten und Gewächshaus – Ratgeber Garten 2/2013

Licht schaffen, Frühgemüse, Beete vorbereiten, Pastinaken, Bodenmüdigkeit, Kartoffeln treiben, Heilpflanzen, exotische Bohnen, erste Anzucht, Boden vorbereiten, Frühbeet herrichten, Mondkalender im Februar 2013 uvm.

Gemüsegarten und Gewächshaus

Licht schaffen

Klarschiff und blankes Glas sind nötig, damit sich der Aufwand für den Gewächshaus-Anbau auch lohnt. Denn Licht bedeutet Energie und damit besseres Wachstum. Fügen Sie dem Reinigungswasser Spülmittel und ein pflanzenverträgliches Desinfektionsmittel zu. Die insektenfreie Zeit sollte auch genutzt werden, um Sprossen, Türen und sonstige Gewächshausteile aus Metall oder Holz erst gründlich zu säubern und dann zu streichen. Aluminium-Konstruktionen sind davon ausgenommen, sie sind pflegeleicht, reinigen genügt.

Frühgemüse kann gesät werden

Im Februar kribbelt es Gärtnern mit Gewächshäusern und Frühbeeten in den Fingern. Nicht nur Rettiche, Radieschen oder frühe Salate können jetzt schon ausgesät werden, sondern ebenso die frühen Kohlrabi-Sorten ‘Kohyro’(weiß) und ‘Blaro’ oder ‘Azur Star’ (violettblau), Stielmangold und Frühkohl.

Beete vorbereiten

Gegen Ende des Monats, wenn der Boden gut abgetrocknet ist, kann man mit einem Kreil oder Rechen die verdichtete Oberfläche 2–3 cm tief lockern und die ersten Frühsaaten vornehmen. Die Saatrille soll Kontakt zur abgelagerten Bodenschicht haben, damit die Samen von den senkrecht nach oben laufenden Kapillarröhrchen profitierten. Diese „Wasserleitung des Bodens“ (man sieht den Effekt, wenn der Boden bei Sonne dampft) führt den Sämlingen Feuchtigkeit aus der Tiefe zu.

Pastinaken ergänzen das Wintergemüse-Angebot

Immer noch kann im Gemüsegarten geerntet werden. Neben Schwarzwurzeln, Wurzelpetersilie und Rapontika (auch gelbe Rapunzel oder Nachtkerze genannt) gehören Pastinaken dazu. Diese alte Kulturpflanze mit weißen, kegelförmigen Wurzeln schmeckt würzig aromatisch und sehr angenehm (süßer als Möhren). Sie ist sehr reich an Provitamin A (Carotin) und wird, weil das Carotin besonders gut fettlöslich ist, gerne der Karottenkost beigemischt. Im Freiland bleibt sie bis zum Frühjahr im Boden frisch, doch auch im kühlen Keller kann man die Rüben aufbewahren.

Bodenmüdigkeit durch Fruchtfolge vermeiden

Bauen Sie auf Ihren Beeten nicht immer das Gleiche an. Sonst kommt es zu einseitigem Nährstoffentzug und Bodenmüdigkeit tritt ein. Den idealen Rhythmus von sechs bis sieben Jahren, der auch bodenbürtige Pilzkrankheiten „aushungert“, kann man im kleinen Garten zwar selten durchhalten, doch eine sinnvolle Fruchtfolge kann auch schon viel für die Bodengesundheit tun.

Erste Kartoffeln auf der Fensterbank treiben

Lieben Sie eigene Frühkartoffeln, dann werden die Knollen ab Mitte des Monats auf der Fensterbank bei ca. 15 °C vorgetrieben. Gut geeignet sind dafür Topfplatten oder Eierdeckel. Anfang April wird ausgepflanzt, mit geschlitzter Folie abgedeckt, und ab Juni kann man schon ernten.

Tun gut und seh’n gut aus: Heilpflanzen

Haben Sie schon einmal an einen Apothekergarten gedacht? Ganz im Trend sind nicht nur die bekannten Heilpflanzen wie Salbei (Salvia officinale), Ringelblume (Calendula), Lavendel (Lavendula) oder Pfefferminze (Mentha piperita). Auch weniger bekannte Kräuter finden immer mehr Liebhaber: z.B. winterharte „Hexen- kräuter“ (Kiepenkerl) wie Ingwerminze (Mentha gracilis) ‘Ginger’ oder als Hingucker Kugelthymian ‘Fredo’ mit herrlichem Aroma und kugeligem Wuchs.

Ein seit über sechs Jahrhunderten in Asien bekanntes Heilkraut ist Jiaogulan (Gynostemma pentaphyllum), auch als „Pflanze der Unsterblichkeit“ bezeichnet. Ein Tee aus den Blättern soll heilsam bei Herzproblemen und Bluthochdruck sein, das Immunsystem stärken und Stoffwechselstörungen normalisieren sowie die Blutbildung anregen.

Frauen reagieren besonders gut auf das Kraut, deshalb bezeichnet man die Pflanze auch als Frauenginseng. Die Rankpflanze ist winterhart, wächst unkompliziert und schnell. Sie können die Triebspitzen ohne Unterbrechung vom Frühjahr an ernten. Im Herbst ziehen die Triebe ein.

Eine Bohne pro Mahlzeit

Wie wäre es einmal mit exotischen meterlangen Bohnen? Die Spaghettibohne ‘Sperling’s Liane’ ist eine asiatische Spezialität mit sehr feinen, 40–90 cm langen, schnurartigen Hülsen – eine echte Delikatesse. Empfehlenswert ist die Kultur im Gewächshaus, ähnlich wie bei Gurken oder Melonen. Im Freien sollte der Platz windgeschützt, warm und sonnig sein. Starten Sie mit der Anzucht Ende Februar mit je drei bis fünf Körnern pro Topf. Geerntet werden die frischen Bohnen. Sie enthalten viele kleine Bohnenkerne, die man auch halbreif (gegart) für köstliche Salate verwenden kann.

Südländer brauchen lange und mögen’s warm

Für die Anzucht werden die besonders wärmebedürftigen Paprika, Artischocken, Chilis, Auberginen und Andenbeeren jetzt in Saatschalen ausgesät, zunächst bei 24°C gehalten und nach der Keimung am hellen Südfenster oder im Gewächshaus kultivieren. Kurz bevor sich die ersten Laubblätter entwickeln, wird in Einzeltöpfe pikiert.

Für Tomaten ist es im Februar noch zu früh

Wer nur zwei bis drei Samen von Gemüsen wie Peperoni und Paprika in Töpfe mit lockerer Aussaaterde sät, spart das Pikieren. Nach dem Aufgang belässt man nur die stärkste Pflanze und knipst alle anderen weg.

Kuchen-Gemüse jetzt vortreiben

Rhabarber liefert schon bald die ersten Ernten, wenn man ihn vortreibt. Dies gelingt leicht durch Überstülpen eines Eimers oder durch Abdecken mit Vlies.

Boden vorbereiten

Ist der Boden schneefrei, können Sie ihn schon für den Frühling vorbereiten. Also Kompost aufbringen (3–5 l/m2) und alle drei bis vier Jahre auch Düngekalk (gemahlener Kalkstein), wenn die Bodenuntersuchung dies verlangt! Bei günstigem Wetter lohnt es, den Kompost umzusetzen, halbreifen Kompost können Sie auf Flächen und zwischen Stauden ausbringen.

Frühbeet herrichten

Jetzt wird es Zeit, das Frühbeet für erste Aussaaten herzurichten. Können Sie noch Rinder- oder Pferdemist bekommen, dann lohnt sich das Packen eines Mistbeets nach alter Art. Dafür muss die alte Erde ausgehoben werden. Eine 20–25 cm dicke Matte aus Stroh/Mist wird eingebracht, alles angetreten, gründlich gewässert und 10–15 cm hoch mit Kompost abgedeckt. Bald wird sich alles erwärmen, und Sie können nach dem Abklingen der größten Wärme bei 22°C aussäen.

Der Mondkalender im Februar 2013

Fruchttage: 7, 8, 15, 16, 24, 25, 26. An Fruchttagen im zunehmenden Mond ist das Säen, Pflanzen und Ernten von fruchttragenden Pflanzen besonders begünstigt. Bei abnehmendem Mond Schnittarbeiten. Wurzeltage: 1, 2, 9, 10, 17, 18, 19, 27, 28. Die Wurzeltage sind besonders günstig zur Aussaat, Pflanzung und Pflege von Wurzel- und Knollengemüse. Blütentage: 3, 4, 11, 12, 20, 21, 22. Blütentage wirken sich positiv auf Pflegearbeiten und Aussaat von Blumen und Blütenpflanzen, sowie Heil- und Küchenkräutern bei denen die Blüten Verwendung finden aus.Blatttage: 5, 6, 13, 14, 23. neutral. An Blatttagen sollten Salate, Blattgemüse und Kräuter bei denen das Blattwerk Verwendung findet gesät und gepflanzt werden.

Markttage

Jeden Sonntag sind wir mit unseren Produkten auf dem Ökomarkt in Káptalantóti von 8.00 bis 14.00 Uhr vertreten.

Jeden Donnerstag von 13-17 Uhr und jeden Samstag von 8-14 Uhr sind wir in Heviz auf dem Ökomarkt am großen Parkplatz mit unseren Produkten zu finden.

Neue Produkte im Februar: Herzhaft gewürzter Tomatensaft aus 12 Sorten Tomaten und Lindenblütentinktur, sowie ein besonders schmackhafter Hustensirup aus den 3 Grundstoffen Lindenblüte, Spitzwegerich und Fichtennadel welche sich bei Husten und Erkältung besonders bewährt haben.

Stammtisch in Kehida

Im Februar findet KEIN Stammtisch für Hobbygärtner und Naturfreunde im Restaurant Mediterran Etelbar in Kehida Kustany statt. Ab 14. März wird dieser wieder regelmäßig jeden Donnerstag ab 19.00 Uhr stattfinden.

Es wird übrigens nicht nur über Garten und Natur gesprochen. Inzwischen ist dies ein themenoffener Stammtisch und die Wirtin ist auch gerne bei Behördenschreiben und ähnlichem dank Ihrer Erfahrung behilflich.

Aktuelles aus dem Tomatenparadies

Unser Hofladen ist 2013 nur nach telefonischer Vereinbarung unter 06-30-9142456 geöffnet.

Im Angebot sind naturbelassene Marmeladen aus Wild- und Kulturfrüchten, Frucht- und Gewürzessig auf Apfel- Kombucha Basis, Knoblauch- Ingwer-, Bärlauch-, und Rosskastanien Elixier, Holunder-, Spitzwegerich-, Fichtennadel-, und Löwenzahn-Sirup, Sanddorn-, Holunderbeer-, Hagebutten-, Schlehen- und Sauerkirsch Sirup ohne Zucker, mit Stevia gesüßt. Gelee und Säfte sowie weitere Gesundheits-Lebensmittel aus der Apotheke Gottes. Natürliche Pflanzen- Stärkungs und Hilfsmittel, Mulchfolie und Verfrühungsvließ.

Die Lebensmittel können ohnehin auf den Märkten probiert und gekauft werden.

Die Pflanzen- Stärkungs und Hilfsmittel, Mulchfolie und Verfrühungsvließ, Getrocknete Brennesseln, Schafgarbe und Schachtelhalm als Tee und als Pflanzenhilfsmittel, sowie das für Haustiere und Nützlinge ungiftige Ferramol zur Schneckenbekämpfung bringe ich gerne nach telefonischer Absprache zum jeweiligen Markt mit.

Fragen Sie mich auf den Märkten auch nach erstklassigem Rindfleisch aus Weidehaltung.

Informationen

Walter Schneider
Paradicsom – Kert Almásháza
8935 Almásháza, Béke ut. 23
Tel. 0036 (30) 9142456
tomatenparadies@vollbio.de
www.tomatenparadies.gmxhome.de