Arbeitsminister will neuen Schutzschirm für Azubis

Neue Prämien sollen Unternehmen locken, auch in der Krise auszubilden. Bei Pleiten sollen Auszubildende von anderen Firmen übernommen werden.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will eine verlorene Corona-Generation von Schulabgängern vermeiden und dafür einen neuen Schutzschirm für Azubis aufspannen.

Gemeinsam mit dem Bildungsministerium vereinfache und verbessere sein Haus dafür Instrumente aus dem Corona-Jahr 2020, kündigte Heil in Berlin an. Mehr Unternehmen als im vergangenen Jahr sollten die Instrumente des Schutzschirms für Ausbildung nutzen können.

So sollen Ausbildungsprämien Anreize schaffen, einen hohen Ausbildungsstand in Betrieben zu halten – oder auch zusätzliche junge Leute auszubilden. Gleichzeitig solle Kurzarbeit für Azubis vermieden werden; eine finanzielle Leistung solle dafür sorgen, dass die Betroffenen in Ausbildung bleiben. Im Fall von Unternehmenspleiten sollen zudem andere Firmen die Ausbildung junger Leute fortsetzen. Dazu soll eine Übernahmeprämie dienen.

Diese aus dem vergangenen Jahr bekannten Instrumente seien zu bürokratisch gewesen, sagte Heil. Deshalb werde an ihnen derzeit noch gearbeitet. Noch größere Sorgen als im Jahr 2020 mache er sich für das laufende Ausbildungsjahr darum, dass weniger jungen Menschen die Chance auf eine Ausbildung gegeben würde als nötig.

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