Eiskalte Nacht im Osten

Ab Dienstag sollen die Temperaturen in vielen Gebieten Deutschlands wieder steigen. Einen kalten Montag gibt es aber noch. Ostsachsen verzeichnet einem Wetterportal zufolge sogar noch einen Kälterekord.

Im Erzgebirge ist laut «Kachelmannwetter» die bundesweit niedrigste Temperatur im bisherigen Winter gemessen worden.

In Kühnhaide, einem Ortsteil der Stadt Marienberg nahe der Grenze zu Tschechien, wurden nach Angaben des Wetterportals um 7.00 Uhr am Montagmorgen minus 29 Grad registriert.

Den «Kachelmannwetter»-Angaben zufolge würde Kühnhaide für den bisherigen Winter einen bundesweiten Kälterekord aufstellen. Innerhalb des Messnetzes des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war Dachwig in Thüringen mit minus 23,3 Grad in der Nacht auf Montag der bundesweit kälteste Ort. Kühnhaide gehört nicht zum DWD-Messnetz. Die Tiefsttemperatur des aktuellen Winters 2020/21 hatte der DWD am 10. Februar mit minus 26,7 Grad in Mühlhausen-Görmar (Thüringen) registriert.

Wesentlich milder war es im Westen Deutschlands. Für viele Regionen von Niedersachsen und Bremen über Nordrhein-Westfalen bis nach Rheinland-Pfalz und ins Saarland galten am Montagvormittag amtliche Unwetterwarnungen wegen Glatteisgefahr. Besonders im Straßenverkehr ist damit Vorsicht geboten. Aus Nordrhein-Westfalen etwa wurden am Morgen jedoch noch nicht allzu viele Unfälle gemeldet.

Der Ausläufer eines kräftigen Atlantiktiefs greife auf Deutschland über und leite «eine signifikante Wetterumstellung» ein, hieß es im Warnlagebericht des DWD. Mit deutlich wärmerer Meeresluft komme es im Westen Deutschlands zu Regen, der auf kalten Straßen und Böden gefriere. Im Osten kann es dem DWD zufolge am Nachmittag und Abend schneien. Die Niederschläge könnten auch dort teils in gefrierenden Regen übergehen.

Am Dienstag ist es laut den Prognosen dann wechselnd bis stark bewölkt und vor allem im Osten und Südosten fällt stellenweise etwas Regen. Im Südwesten und am direkten Alpenrand kann es teils heiter werden. Die Temperaturen klettern im Osten und Südosten auf 2 bis 7 Grad, sonst werden 6 bis 10 Grad erreicht. Im Westen und Südwesten können es sogar milde 13 Grad werden. Dazu weht schwacher bis mäßiger Wind aus südlichen Richtungen.

Am Mittwoch gibt es laut DWD anfangs an den Alpen und von der Ostsee bis nach Niederbayern zeitweise Regen, oberhalb von etwa 1000 Metern fällt Schnee. Der Himmel zeigt sich ansonsten wechselnd bis stark bewölkt bei einzelnen Schauern. Am Nachmittag ist es meist trocken, im Westen und Süden gibt es teils längere sonnige Abschnitte. Die Höchstwerte liegen zwischen 4 Grad im nordöstlichen Vorpommern und 12 Grad entlang des Rheins.

Am Donnerstag gibt es zunächst noch Auflockerungen, doch im Tagesverlauf werden die Wolken von Westen her dichter, und es kann Regen einsetzen. In Vorpommern bleiben die Höchstwerte bei kühlen 4 Grad, ansonsten klettern die Temperaturen auf 6 und 12 Grad, am Oberrhein können 13 Grad erreicht werden. Dazu weht schwacher bis mäßiger Wind aus Süd bis Südost.

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