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Stadtmuseum in Balatonföldvár eröffnet

In Balatonföldvár wurde die traditionsreiche ehemalige Széchenyi-Villa in der Petöfi utca 9 – auch unter dem Namen Villa Kulipintyó bekannt – nach ihrer Renovierung wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Villa befand sich bisher in Staatseigentum und wurde nach ihrer unentgeltlichen Übergabe an die Stadt mit einem Investvolumen von 40 Millionen Forint von der Gemeinde renoviert, um dem Stadtmuseum eine würdige Heimstatt zu bieten.

Die Villa Kulipintyó befand sich einst im Besitz von Viktor Széchenyi, dessen Sohn, Zsigmond Széchenyi, berühmter Afrika-Jäger und Autor zahlreicher Bücher, hier seine Kindheit verbrachte. Obergespan Viktor Széchenyi ist der jüngere Bruder von Imre Széchenyi, dem großen Gönner und Förderer der Region, unter dessen Einfluss die Familie in der damaligen Imre utca insgesamt sieben Villen bauen ließ.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Villa Kulipintyó vom Staat für verschiedene Zwecke genutzt und stand dann lange Zeit leer. Vor Jahren wurde der Wert der Villa auf 99 Millionen Forint beziffert und die Immobilie schließlich der Stadt für gemeinnützige Zwecke mit der Auflage übertragen, das Haus 15 Jahre lang nicht zu verkaufen, informierte der Bürgermeister von Balatonföldvár, Huba Holovits, die Presse.

Bei den Renovierungsarbeiten wurden sowohl das Gebäude komplett modernisiert, als auch das Grundstück neu gestaltet. Der ständigen ortsgeschichtlichen Ausstellung „Königin des Balaton“ sollen weitere Ausstellungen folgen. Außerdem werden noch Räume für Büros und für die Erwachsenenbildung eingerichtet.

Balatonföldvár erwarb sich mit seinem aristokratischen Charme besonders in der Allee Kvassay sétány, sowie mit den gepflegten Anlagen auf der Insel Galambsziget, in den Strandbädern und Häfen in den Friedenszeiten zwischen den zwei Weltkriegen den Beinamen „Königin des Balaton“, berichtet der Bürgermeister und betont, dass die Stadt sich auch heute sehr um diesen Rang bemüht.