Sturmwarnung in Kraft

Am 1. April wurde an vier Seen Ungarns der alljährliche Sturmwarnungsdienst für die Sicherheit des Schiffs- und Bootsverkehrs, sowie des Badetourismus in Betrieb genommen.



Am Balaton, am Theiß-See, am Velencei-tó und auf der ungarischen Seite des Neusiedler Sees warnen nun bis Ende Oktober gut sichtbare, hell blinkende Sturmsignale vor aufkommenden Stürmen und Gewittern. Die Sturmwarnstationen geben zwei verschiedene Blinksignale ab. Ein bis anderthalb Stunden vor dem zu erwartenden Eintreffen einer Schlechtwetterlage mit Windgeschwindigkeiten von 40-60 Kilometer pro Stunde wird die erste Stufe der Sturmwarnung (45 Blinksignale pro Minute) geschaltet, bei Windgeschwindigkeiten über 60 Kilometer pro Stunde die zweite Stufe mit einer höheren Blinkgeschwindigkeit (90 Blinksignale pro Minute). Auf der ungarischen Seite des Neusiedler Sees ist eine Station, am Velence-tó sind drei und am Theiß-See fünf Stationen in Betrieb.

Vom Gesichtspunkt der Sturmwarnung wird der Balaton in drei Becken unterteilt: das westliche Becken reicht von Keszthely bis Badacsony, das zentrale Becken von Badacsony bis Tihany und das östliche Becken von Tihany bis zum Ostufer. Rund um den See sind insgesamt 36 fest montierte und 15 mobile Lichtsignalgeber an Land, sowie 3 Sturmsignale mitten im Wasser zu finden. Damit ist von jedem Punkt am und um den Balaton das Inkrafttreten der Sturmwarnung sichtbar.

Am Balaton wird die Wettersituation, auf deren Grundlage die Sturmwarnung ausgegeben wird, an elf Wetterstationen rund um den See beobachtet. Die Sturmwarnung wird vom Nationalen Wetterdienst OMSZ im Observatorium Siófok ausgelöst. Das Funksystem betreibt die Landesvereinigung für Funknotrufe und Infokommunikation. OMSZ informiert umfassend mit Hilfe der kostenlos nutzbaren App Meteora über die aktuelle Wetterlage des Landes.