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Balaton: Wiederbelebung nach Blitzschlag

Trotz Sturmwarnung der Stufe 2 und der Aufforderungen des Wasserrettungsdienstes haben in diesem Sommer bereits mehrfach Badende im Balaton das Wasser bei Gewittern nicht verlassen und erlitten schwere Kreislaufprobleme durch Blitzschlag.



Mihály Tar, Sprecher des Wasserrettungsdienstes VMSZ, warnt davor, die Aufforderungen des Rettungsdienstes und die Signale des Sturmwarnungsdienstes zu ignorieren. In Vonyarcvashegy hatte das Ende Juli zur Folge, dass eine 21-jährige und eine 65-jährige Frau nach einem Blitzschlag ins Wasser nicht mehr auf eigenen Füßen zum Ufer gelangen konnten und die jüngere sogar drei Minuten lang wiederbelebt werden musste. Weitere Personen wurden mit Kribbeln in Armen und Beinen zu Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht.

In anderen Fällen mussten die Rettungsboote des VMSZ bei Sturm vom Ufer abgetriebene Schwimmer, Sonnenanbeter auf Luftmatratzen und gekenterte Bootsfahrer aus Seenot retten. Ein Ehepaar war mit Luftmatratzen und zwei Kleinkindern hinter die Sicherheitsbojen getrieben worden und in Panik geraten, weil sie es aus eigener Kraft nicht mehr zum Ufer schafften.

Die Sturmwarnung dient der Sicherheit des Schiffsverkehrs und Badetourismus. Sie wird am Balaton mit bedeutendem finanziellem Aufwand über 31 Sturmwarnungsstationen und 16 mobile Warnsysteme betrieben. Die nahezu punktgenau abgegebenen Leuchtsignale warnen vor aufziehenden Unwettern.

Ein bis anderthalb Stunden vor dem Eintreffen der Unwetter mit Windgeschwindigkeiten von 40-60 km/h wird die Stufe 1 der Sturmwarnung, über 60 km/h die Stufe 2 mit schnelleren Signalen geschaltet. Der Verleih von Wassersportgeräten und Tretbooten wird eingestellt, Bootsfahrern und Badenden wird empfohlen, in Ufernähe zu bleiben bzw. das Wasser sofort zu verlassen.

Informationen zur Sturmwarnung (gelb: Stufe 1, rot: Stufe 2) unter www.katasztrofavedelem.hu

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