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Fehler beim Grundstückskauf

Im Laufe ihres Lebens träumen viele Menschen vom eigenen Haus mit Garten, einem persönlichen Refugium, das sie nach ihren Wünschen gestalten können, ohne auf einen Vermieter Rücksicht nehmen zu müssen. Für viele dieser Menschen beginnt die Erfüllung dieses Traums mit der Suche nach einem Grundstück, auf dem das eigene Haus gebaut werden soll.

Freies Rasengrundstück

Da der Kauf eines Grundstücks nichts Alltägliches ist, können den unerfahrenen zukünftigen Bauherrinnen und Bauherren Fehler passieren, die man durch vorherige Recherche hätte vermeiden können. Der Magdeburger Immobilienmakler Uwe Brandstetter hat nachfolgend einige dieser Fallstricke beim Grundstückskauf benannt.

Fehler bei der Auswahl des Grundstücks

  • Lage des Grundstücks: Die Lage eines Grundstücks muss passen. Diese lässt sich nachträglich nicht verändern. Deshalb sollte man auf einige Dinge achten. Die zukünftige Nachbarschaft spielt dabei eine entscheidende Rolle. Liegen Kindertagesstätten oder Schulen für die Kinder in akzeptabler Entfernung? Ist die Gegend familienfreundlich oder leben dort zum Großteil Menschen, die auf Ruhe Wert legen? Auch wenn das Grundstück an sich perfekt erscheint, kann eine nicht passende Nachbarschaft die Freude auf Dauer trüben.
  • Das Gelände: Die Beschaffenheit des Baugeländes kann später erheblichen Einfluss auf die Baukosten haben. Bauen in einer Hanglage kann die Baukosten in die Höhe treiben. Wenn das Gelände zudem für Baumaschinen schwer zu erreichen ist und zum Beispiel Spezialmaschinen erforderlichen werden, kann das ebenfalls große Zusatzkosten verursachen.
  • Die Infrastruktur: Inwieweit ist das Baugrundstück schon erschlossen? Muss man notwendige Anschlüsse wie Wasser, Abwasser, Strom usw. noch aufwendig ver- bzw. anlegen lassen, kann das teuer werden. Ist der Grund schon voll erschlossen, spart das Geld und vor allem Zeit. Ebenfalls interessant ist die Straßenlage. Hat man das Grundstück nur zu einer bestimmten Zeit besichtigt, fährt also zum Beispiel nur während der Mittagspause oder nach Feierabend vorbei, kann man ein falschen Bild von der Belebtheit bekommen. Macht die Straße bei den Besichtigungszeiten einen ruhigen Eindruck, kann sie sich zu anderen Zeiten zu einer Hauptverkehrsstraße entwickeln. Man sollte das Grundstück vor dem Kauf unbedingt zu den unterschiedlichsten Tageszeiten besuchen.
  • Die Finanzierbarkeit: Die Grundstückspreise steigen aktuell erheblich, zumindest in begehrten Lagen. Die Frage nach der Finanzierbarkeit muss daher gestellt und realistisch beantwortet werden, auch wenn dadurch das Traumgrundstück unerreichbar werden sollte. Beim Kauf fallen noch zahlreiche Gebühren und Steuern an. Zudem können für die Erschließung des Grundstücks weitere Investitionen notwendig werden. Der Hausbau muss auch solide finanziert werden.

Behördenkontakt beim Grundstückskauf ist wichtig

Der fehlende Kontakt zu Behörden und Ämtern kann sich beim Kauf eines Baugrundstücks als folgenschwerer Fehler erweisen. Viele Dinge, die zukünftige Bauherrinnen und Bauherren wissen müssen, lassen sich nur durch den Austausch mit den zuständigen Behörden und Ämtern in Erfahrung bringen.

  • Auszug aus dem Grundbuch: Der Gang zum Katasteramt für einen Grundbuchauszug, das je nach Region auch anders heißen kann, ist Pflicht. Man erfährt so zum Beispiel von Hypotheken, die auf dem Grund liegen, aber auch von Wegerechten, die man anderen gewähren muss. Gerade Dinge wie zu gewährende Wegerechte können später zu Irritationen, Problemen und Streitigkeiten führen.
  • Der Bebauungsplan: Der Bebauungsplan der Gemeinde oder Stadt beantwortet viele weitere wichtige Fragen. Wie hoch darf man bauen? Welche weiteren Vorgaben für den Bau eines Hauses gibt es? Bleibt die traumhafte Aussicht erhalten oder kann diese verbaut werden?
  • Etwaige Altlasten: Eine Frage, die oft zu spät oder gar nicht gestellt wird: Ist das Grundstück bzw. der Boden mit irgendwelchen Altlasten belastet. Bestehen ggf. gesundheitliche Gefahren, die noch beseitigt werden müssen? Solche Fragen können oft auch Behörden zumindest teilweise beantworten. Die Durchführung einer Bodenprobe ist in jedem Fall ratsam.

Die genannten Beispiele sind nur eine Auswahl von vielen Dingen, die man beim Kauf eines Grundstücks beachten muss, um Fehler zu vermeiden, die Geld und Zeit kosten und den Traum vom Haus auf eigenem Grund schnell zum Albtraum vom Haus werden lassen können. Für viele Menschen ist das die größte Investition in ihrem Leben. Es ist daher sinnvoll, sich auch Rat von einem Experten, wie z. B. einem professionellen und seriösen Immobilienmakler zu holen, der durch seinen Erfahrungsschatz viele Probleme beim Grundstückskauf vermeiden kann.