Ungarn verbietet ab 1. Juli einige Einwegplastik-Produkte

Ungarn verbietet ab dem 1. Juli eine Reihe von Einwegkunststoffen, sagte der Staatssekretär für die Entwicklung der Kreislaufwirtschaft Attila Steiner. Das Verbot gilt für Wattestäbchen aus Plastik, Essgeschirr, Teller, Strohhalme und Getränkemixer sowie für Lebensmittelbehälter und Becher aus expandiertem Polystyrolschaum, so Steiner – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Ungarns Regierung sei dem Klimaschutz verpflichtet und habe sich zum vorrangigen Ziel gesetzt, so schnell wie möglich auf die Kreislaufwirtschaft umzusteigen. Für Plastiktüten werden differenzierte Regeln eingeführt: Leichte Plastiktüten, die üblicherweise an den Kassen verkauft werden, sowie Plastiktüten mit einer Dicke von 15 Mikrometern oder mehr werden verboten, mit Ausnahme von solchen, die aus biologisch abbaubarem Kunststoff hergestellt sind.

Um die Verwendung von Tüten aus konventionellem Kunststoff zu erschweren, wird deren Produktgebühr von 57 Forint (0,16 Euro) auf 1.900 Forint pro Kilogramm erhöht, was etwa 5 Forint pro Tüte entspricht. Das Verbot von Plastikbechern und -deckeln wird 2023 in Kraft treten, so dass Zeit bleibt, auf Alternativen umzusteigen. Das Verbot gilt nicht für Bestände, die vor dem 1. Juli vorhanden waren.

Steiner merkte an, dass die Regierung Unternehmen, die vom Verbot betroffene Produkte herstellen, 10 Milliarden Forint an Subventionen zur Verfügung gestellt hat, um den Wechsel zu anderen Technologien zu vollziehen.