Neues Wellness-Freibad in Hajdúszoboszló

Hajdúszoboszló hat für die Sommersaison ein neues Freibad. Es wird erwartet, dass die neue Einrichtung, die Platz für 1.000 Personen bietet, mehr als 30.000 Besucher pro Jahr anziehen wird – berichtet das Reiseportal turizmus.com.



Auch in Hajdúszoboszló hat die Coronavirus-Epidemie den bis dahin boomenden Tourismus unterbrochen: Nach Angaben des Ungarischen Statistischen Zentralamtes wurden 2020 in den gewerblichen Beherbergungsbetrieben 58 Prozent weniger Übernachtungen registriert, die einheimischen Gäste übernachteten 39 Prozent weniger als im Jahr zuvor, so die Hajdúszoboszlóer Tourismus Nonprofit GmbH.

Mit 1,35 Millionen Übernachtungen im Jahr 2019 – der höchsten Zahl seit der politischen Wende – rangiert Hajdúszoboszló nach Budapest auf Platz zwei der beliebtesten ungarischen Ortschaften. In der Pressemitteilung wird Gyula Czeglédi, der Bürgermeister von Hajdúszoboszló, mit den Worten zitiert, dass „obwohl der Inlandstourismus im letzten Sommer eine Zeit lang zu steigen begann und die Zahlen für Juli-August nahe an die Sommersaison des Vorjahres heranreichten, blieb die Zahl der Gäste aus dem Ausland – hauptsächlich aus Polen, Rumänien, der Slowakei, der Ukraine, Deutschland und Russland – zurück. Das ist ein signifikanter Rückgang auf Jahresbasis, da sie früher 40 Prozent der gesamten Gästezahl ausmachten.“

Wasserfall und Wasserbar – der Spa-Komplex ist noch größer

Für diese Sommersaison hat Hajdúszoboszló mehrere Neuheiten vorbereitet. Europas größte Badeanlage, die bereits eine Wasserfläche von fast 19.500 Quadratmetern aufweist, wird in diesem Jahr noch größer: Mitte Juni wird das neueste Wellness-Freibad des Landes fertig sein. Die Premium Zone wird 2.500 Quadratmeter Wasserfläche bieten.

Auch der neue Bereich, der Platz für 1.000 Personen bietet, lädt zu einer Weltreise ein: ein Wasserfall im Pool, der von den Plitvicer Seen inspiriert ist, Jacuzzis in Galerien im vom Amazonas inspirierten Bereich und eine Wasserbar im Tahiti-Pool. Aber es wird auch einen Whirlpool und ein Kinderbecken geben. Das Projekt kostete fast 3,5 Milliarden Forint, wovon der ungarische Staat 1,5 Milliarden Forint zur Verfügung stellte. Es wird erwartet, dass der neue Bereich mehr als 30.000 Besucher pro Jahr anziehen wird, sagte Gyula Czeglédi.

In der Zeit der Schließung während der Pandemie hat eine bedeutende Anzahl von privaten Beherbergungsbetrieben in Szoboszló von der Ausschreibung der Ungarischen Tourismusagentur Gebrauch gemacht. Im Rahmen des Kisfaludy-Programms haben insgesamt 734 Anträge von Privatpersonen oder Firmen in Hajdúszoboszló eine staatliche Unterstützung zwischen 1-8 Millionen Forint erhalten, womit Hajdúszoboszló die erste unter den Gemeinden ist, die eine Unterstützung erhalten haben, heißt es in der Presseerklärung.

Auch der Geschäftstourismus wird gestärkt

Ende Juni wird in der Stadt das neue Gebäude des István-Bocskai-Museums, die Fejedelmi Kincstár (Königliche Schatzkammer), eingeweiht, wo edle und authentische Kopien der Krone und des Zepters des siebenbürgischen Fürsten István Bocskai, der das Volk der Hajdú in Szoboszló ansiedelte, zu sehen sein werden. Neben dem Gesundheitstourismus möchte die Stadt auch den Geschäftstourismus ankurbeln: Die Gemeinde hat deshalb eine Ausschreibung für die Gestaltung eines Veranstaltungszentrums mit erneuerbaren und alternativen Energiequellen gestartet, das die Durchführung von Konferenzen, Kultur- und Sportveranstaltungen in Hajdúszoboszló ermöglichen würde.