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Ungarn: Lebensgefährliche Verletzungen beim Schnapsbrennen

In Ungarn ist es Privatpersonen erlaubt, jährlich steuerfrei neunzig Liter Obstbrand für den Eigenbedarf brennen zu lassen. Das verführte zwei junge Männer in der Gemeinde Devecser in Westungarn dazu, sich selbst eine Brenneinrichtung zu basteln und das im Garten anfallende Obst in der Sommerküche eines Wohnhauses unter äußerst fahrlässigen Bedingungen zu Pálinka, dem ungarischen Obstbrand, zu verarbeiten.



Während des Schnapsbrennens am 2. Juli 2014 explodierte beim Nachlegen von Holz in den Brennofen die Anlage und verursachte bei einem der jungen Männer lebensgefährliche Verletzungen: der unter Hochdruck austretende Dampf verbrannte etwa die Hälfte seiner Hautoberfläche.

Der herbeigerufene Rettungsarzt alarmierte nach der Erstversorgung den Rettungshubschrauber, um den Schwerverletzten so schnell wie möglich in die Spezialklinik von Györ bringen zu lassen. Der Mann erlitt Verbrennungen zweiten Grades und befindet sich in einem sehr kritischen Zustand.

Die Polizei leitete ihre Untersuchungen zur Feststellung der Verantwortlichkeit für den Vorfall ein.