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Museum für Brunnenhöhle in Cserszegtomaj

Die Brunnenhöhle von Cserszegtomaj wurde 1930 zufällig beim Graben eines Brunnens in unmittelbarer Nähe des örtlichen Friedhofes entdeckt. Seitdem wird sie Stück für Stück freigelegt.



Wegen der archäologischen Grabungen und des schwierigen Abstieges sind auch die bereits erschlossenen Teilstücke der Öffentlichkeit nicht allgemein zugänglich. Damit sich interessierte Besucher ein Bild vom Höhlensystem machen können, wird nun von der Selbstverwaltung in Cserszegtomaj am Eingang der Höhle ein Besucherzentrum mit Museum gebaut.

Der Vorsitzende des Höhlenforschungsverbandes „Labirint“, Ferdinánd Takács, ist bereits 25 Jahre bei der Erforschung und Erschließung des spannenden Höhlensystems dabei. Seitdem wurden zahlreiche neue Gänge, neue Etagen und Höhlen freigelegt. In den neunziger Jahren organisierte er eine biologische und klimatologische Untersuchungsexpedition, in deren Folge auch eine physiologische Heilwirkung der Höhle festgestellt wurde.

„Vor ein paar Jahren wurde mit der Erarbeitung einer Karte für das bisher 3320 Meter lange Höhlensystem begonnen“, berichtet Ferdinánd Takács. „Die Höhle birgt einige natürliche Schätze, ihre Begehung ist aber sehr schwierig. Deshalb besuchen in der Regel nur Experten das Höhlensystem.“ Der Abstieg in den 52 Meter tiefen Brunnen geschieht über Seile, der mit Seilen gesicherte Aufstieg über eine Stahlleiter. Die Räume der Höhle können meist nur kriechend erreicht werden, was eine gewisse Erfahrung voraussetzt.

Der Eingang zur Höhle befindet sich am Friedhof, die meisten Einwohner der Gemeinde haben keine Ahnung, was für eine spannende Welt sich unter dem schlichten Kanaldeckel eröffnet. „Das Besucherzentrum und Museum sollen diese wunderbare Welt den Menschen auf sehr anschauliche Weise näher bringen“, sagte der Bürgermeister, Gábor Bartha. In Kürze beginnen die Bauarbeiten für das Besucherzentrum mit Parkplatz und Rastplatz.