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Rettungsübung am Balaton

Am 4. Januar kam es am winterlichen Balaton zu einem tödlichen Unfall, als ein 62-jähriger Mann am Freistrand von Örvényes auf das 4-5 Zentimeter dicke Eis des Balaton zum Eissurfen ging. Kurz danach war er aus dem Blickfeld verschwunden.



Die herbeigerufene Wasserpolizei leitete die Suche ein und verwendete dafür eine aufblasbare Rettungsplattform. Kurz danach wurde der Mann etwa 250 Meter vom Ufer entfernt entdeckt, konnte aber nur noch tot geborgen werden.

Wegen dieses Unfalls und anderer Vorfälle führten die Berufsfeuerwehren von Keszthely und Nagykanizsa am Csónakázó-See von Nagykanizsa und auf dem Balaton Rettungsübungen mit Spezialgeräten durch. Als Situationsübung wurde vorgegeben, eine Person aus einem Eisleck zu bergen.

Das Betreten des zugefrorenen Balaton birgt immer die Gefahr, auf dem Eis einzubrechen. Das Eis auf dem See ist meist unterschiedlich dick, an vielen Stellen sind von Vögeln ausgebadete Lecks zu finden, die nur von einer dünnen Eisschicht bedeckt werden. Eine vermeintlich genügend dicke Eisschicht ist keine Garantie für Sicherheit: es kann überall im Eis Risse oder nicht homogene, schwammartige Eisstrukturen geben, die verschiedene Gründe haben. Im Balaton befinden sich an vielen Stellen warme Quellen, über denen das Eis wesentlich dünner ist.